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Always sunny in Cambodia
Kambodscha

Always sunny in Cambodia

Wir treten unsere letzte Busreise an. Nicht die letzte auf unserer Weltreise sondern die wohl für’s Erste letzte in Kambodscha. Warum für’s Erste? Ganz einfach! Wir haben uns in dieses Land verliebt! Und diese Liebe zu diesem Land wird uns wohl irgendwann wieder hier her führen, so viel steht fest! Die 11 Stunden Busfahrt in den Norden Kambodschas Richtung Laos wollen wir nutzen, um unsere Eindrücke niederzuschreiben, um sie mit euch zu teilen. Wir wären ja sonst nicht Renartis!Als erstes wollen wir verraten, warum wir uns in dieses Land verliebt haben! Die Antwort darauf ist ganz einfach: Es ist die Freundlichkeit, die Offenheit und die Lebensfreude der Kambodschaner. Sie begegneten uns stets mit einem Lächeln und zauberten uns jedes Mal ein Lächeln auf‘s Gesicht.Ein Phänomen, welches wir uns nicht erklären können. Dieses Volk hat uns keinen Tag lang mies aus der Wäsche gucken lassen. Vor allem die zahlreichen Kiddies auf den Straßen ließen unsere Herzen strahlen! Eine Kambodschanerin bekommt im Schnitt 4 Kinder(in Deutschland sind es gerade mal 1,6)!Es ist definitiv ein junges Volk! Aber auch ein sau armes Volk (1/3 des Volkes lebt unter einem Tagessatz von $ 1,25). Die Armut hat hier auf unserer Reise einen Grad erreicht, bei dem wir uns Gedanken machen mussten, wie wir mit dieser Armut umgehen. Es begleitet einen den ganzen Tag lang. Wie verhalten wir uns gegenüber bettelnden Kindern? Was machen wir mit den Bettlern oder den Verkrüppelten? Es ist einfach nur hart und schmerzhalft die ständig an dir klebenden Bettler zu ignorieren und nichts geben. Deswegen haben wir in Kambodscha eine Strategie entwickelt, um nicht nur Spaß zu haben, sondern in erster Linie mit unserer Rundreise durch Kambodscha den Menschen ein Stück zu helfen.Wie verhalte ich mich im Restaurant, während ein einbeiniger Bettler vor dem Restaurant lungert? Weg gucken und hoffen, dass ich beim Verlasen des Restaurants nicht über seine Krücken stolpere? Denn dann wird er ja erst recht Geld von mir verlangen. Oder ich bitte den Kellner um eine Plastikbox und teile meinen Amok (Khmer Nationalgericht). Einfach mal ausprobieren! Die Dankbarkeit des Bettlers wird man nicht so schnell vergessen! Und dass er dann selbst mit seinem Kumpel die Mahlzeit teilt ist ein Erlebnis, welches unsere Reise bereichert.Und was ist mit den zahlreichen Kindern, die einem irgendeinen unnötigen Schnick Schnack andrehen wollen? Beiseite schieben und so schnell wie möglich deren Verkaufsgebiet verlassen und in das nächste hinein laufen, wo noch mehr Kinder auf dich und deine Dollars warten? Grundsätzlich geben wir den Kindern kein Geld, denn dieses dürfen sie meist nicht behalten. Sie dürfen die kostenlose Schule nicht besuchen, denn sie werden meist von ihren Eltern zum Betteln und Verkaufen gezwungen. Eine einfache Art und Weise, Geld in die Familienkasse zu spülen. Kinder machen die Touristenherzen weich und sie geben Geld, ob sie wollen oder nicht. Wir dagegen sind auf lange Dialoge eingegangen (die Kids sprechen erstaunlich gutes Englisch), haben mit ihnen gespielt, getobt und somit das Land näher kennengelernt. Man merkt, dass sich bereits nach  wenigen Minuten die Kinderherzen öffnen und sie dir ihren Hintergrund erzählen. Mit uns haben sie ihr Englisch geübt und wir bei ihnen und als Dankeschön hatten wir stets eine Hand voll Kekse und Früchte griffbereit. Unsere Ignoranz hätte sie nicht satt gemacht.

Und wenn wir schon mal über die Kids sprechen, wollen wir euch eine Statistik und einige Fakten nicht vorenthalten. Eins von 20 Kindern erlebt seinen 5. Geburtstag nicht. 40% der 5-jährigen sind zu klein für ihr Alter. Grund dafür: Mangel- bzw. Unterernährung.Diese bittere Wahrheit hat uns in Siem Reap förmlich auf die Krankenliege gehauen. Während wir auf der Liege lagen und an der Decke ein Mäuselabyrinth zu lösen versuchten, hat uns ein etwas verunsicherter Laborant im Angkor Hospital for Children Blut abgenommen.

Er war deswegen etwas verunsichert, weil es nicht jeden Tag vorkommt, dass jemand vorbei kommt, um Blut zu spenden (und dann auch noch Touristen). Dabei brauchen die Krankenhäuser in Kambodscha dringend Blut! Einfach sich mal 20 Minuten Zeit nehmen, um etwas Blut spenden (garantiert saubere neue Nadeln!). Als Dankeschön für die 350 ml Blutspende bekommt man ne Coce, ein T-Shirt und eine große Packung Kekse, welche man wieder unter den Kids verteilen kann. Doch die beste Gegenleistung  sind die dankbaren Blicke der verzweifelten Mütter mit ihren kranken Kindern, die in Scharen (im AHC 460 Kids täglich) vor dem Krankenhaus auf eine Behandlung vom Doktor warten.In Kambodscha gibt es hunderte Hilfsorganisationen, in denen man Hand anlegen kann. Darüber hinaus gibt es auch in fast jedem Ort Restaurants oder Cafés, mit denen man StraßenkinderBlinde, oder Behinderte unterstützen kann. Oder aber man leiht sich bei Mr. Pouv das Tuk-Tuk aus, denn mit dem verdienten Geld muss dieser das Studium seiner Tochter bezahlen. Hier bieten sich sehr viele Möglichkeiten, um zu helfen. Einfach die Augen offen halten!Und zu guter Letzt hat uns der Zusammenhalt in der ganzen Bevölkerung die Power hinter diesem Land gezeigt. Nach dem Tod vom König Sihanouk sind die Khmer gemeinsam auf die Straßen gegangen, um ihrem König die letzte Ehre zu erweisen. Unvergesslich, dieses Erlebnis!

Wir haben sehr viel Schönes erlebt. Die Armut und die damit zusammenhängenden Umstände waren schrecklich und haben sich in unser Hirn gebrannt. Wir beten, dass es uns prägt. Hoffentlich unser Leben lang.

Always sunny in Cambodia
Kambodscha

Always sunny in Cambodia

Wir treten unsere letzte Busreise an. Nicht die letzte auf unserer Weltreise sondern die wohl für’s Erste letzte in Kambodscha. Warum für’s Erste? Ganz einfach! Wir haben uns in dieses Land verliebt! Und diese Liebe zu diesem Land wird uns wohl irgendwann wieder hier her führen, so viel steht fest! Die 11 Stunden Busfahrt in den Norden Kambodschas Richtung Laos wollen wir nutzen, um unsere Eindrücke niederzuschreiben, um sie mit euch zu teilen. Wir wären ja sonst nicht Renartis!Als erstes wollen wir verraten, warum wir uns in dieses Land verliebt haben! Die Antwort darauf ist ganz einfach: Es ist die Freundlichkeit, die Offenheit und die Lebensfreude der Kambodschaner. Sie begegneten uns stets mit einem Lächeln und zauberten uns jedes Mal ein Lächeln auf‘s Gesicht.Ein Phänomen, welches wir uns nicht erklären können. Dieses Volk hat uns keinen Tag lang mies aus der Wäsche gucken lassen. Vor allem die zahlreichen Kiddies auf den Straßen ließen unsere Herzen strahlen! Eine Kambodschanerin bekommt im Schnitt 4 Kinder(in Deutschland sind es gerade mal 1,6)!Es ist definitiv ein junges Volk! Aber auch ein sau armes Volk (1/3 des Volkes lebt unter einem Tagessatz von $ 1,25). Die Armut hat hier auf unserer Reise einen Grad erreicht, bei dem wir uns Gedanken machen mussten, wie wir mit dieser Armut umgehen. Es begleitet einen den ganzen Tag lang. Wie verhalten wir uns gegenüber bettelnden Kindern? Was machen wir mit den Bettlern oder den Verkrüppelten? Es ist einfach nur hart und schmerzhalft die ständig an dir klebenden Bettler zu ignorieren und nichts geben. Deswegen haben wir in Kambodscha eine Strategie entwickelt, um nicht nur Spaß zu haben, sondern in erster Linie mit unserer Rundreise durch Kambodscha den Menschen ein Stück zu helfen.Wie verhalte ich mich im Restaurant, während ein einbeiniger Bettler vor dem Restaurant lungert? Weg gucken und hoffen, dass ich beim Verlasen des Restaurants nicht über seine Krücken stolpere? Denn dann wird er ja erst recht Geld von mir verlangen. Oder ich bitte den Kellner um eine Plastikbox und teile meinen Amok (Khmer Nationalgericht). Einfach mal ausprobieren! Die Dankbarkeit des Bettlers wird man nicht so schnell vergessen! Und dass er dann selbst mit seinem Kumpel die Mahlzeit teilt ist ein Erlebnis, welches unsere Reise bereichert.Und was ist mit den zahlreichen Kindern, die einem irgendeinen unnötigen Schnick Schnack andrehen wollen? Beiseite schieben und so schnell wie möglich deren Verkaufsgebiet verlassen und in das nächste hinein laufen, wo noch mehr Kinder auf dich und deine Dollars warten? Grundsätzlich geben wir den Kindern kein Geld, denn dieses dürfen sie meist nicht behalten. Sie dürfen die kostenlose Schule nicht besuchen, denn sie werden meist von ihren Eltern zum Betteln und Verkaufen gezwungen. Eine einfache Art und Weise, Geld in die Familienkasse zu spülen. Kinder machen die Touristenherzen weich und sie geben Geld, ob sie wollen oder nicht. Wir dagegen sind auf lange Dialoge eingegangen (die Kids sprechen erstaunlich gutes Englisch), haben mit ihnen gespielt, getobt und somit das Land näher kennengelernt. Man merkt, dass sich bereits nach  wenigen Minuten die Kinderherzen öffnen und sie dir ihren Hintergrund erzählen. Mit uns haben sie ihr Englisch geübt und wir bei ihnen und als Dankeschön hatten wir stets eine Hand voll Kekse und Früchte griffbereit. Unsere Ignoranz hätte sie nicht satt gemacht.

Und wenn wir schon mal über die Kids sprechen, wollen wir euch eine Statistik und einige Fakten nicht vorenthalten. Eins von 20 Kindern erlebt seinen 5. Geburtstag nicht. 40% der 5-jährigen sind zu klein für ihr Alter. Grund dafür: Mangel- bzw. Unterernährung.Diese bittere Wahrheit hat uns in Siem Reap förmlich auf die Krankenliege gehauen. Während wir auf der Liege lagen und an der Decke ein Mäuselabyrinth zu lösen versuchten, hat uns ein etwas verunsicherter Laborant im Angkor Hospital for Children Blut abgenommen.

Er war deswegen etwas verunsichert, weil es nicht jeden Tag vorkommt, dass jemand vorbei kommt, um Blut zu spenden (und dann auch noch Touristen). Dabei brauchen die Krankenhäuser in Kambodscha dringend Blut! Einfach sich mal 20 Minuten Zeit nehmen, um etwas Blut spenden (garantiert saubere neue Nadeln!). Als Dankeschön für die 350 ml Blutspende bekommt man ne Coce, ein T-Shirt und eine große Packung Kekse, welche man wieder unter den Kids verteilen kann. Doch die beste Gegenleistung  sind die dankbaren Blicke der verzweifelten Mütter mit ihren kranken Kindern, die in Scharen (im AHC 460 Kids täglich) vor dem Krankenhaus auf eine Behandlung vom Doktor warten.In Kambodscha gibt es hunderte Hilfsorganisationen, in denen man Hand anlegen kann. Darüber hinaus gibt es auch in fast jedem Ort Restaurants oder Cafés, mit denen man StraßenkinderBlinde, oder Behinderte unterstützen kann. Oder aber man leiht sich bei Mr. Pouv das Tuk-Tuk aus, denn mit dem verdienten Geld muss dieser das Studium seiner Tochter bezahlen. Hier bieten sich sehr viele Möglichkeiten, um zu helfen. Einfach die Augen offen halten!Und zu guter Letzt hat uns der Zusammenhalt in der ganzen Bevölkerung die Power hinter diesem Land gezeigt. Nach dem Tod vom König Sihanouk sind die Khmer gemeinsam auf die Straßen gegangen, um ihrem König die letzte Ehre zu erweisen. Unvergesslich, dieses Erlebnis!

Wir haben sehr viel Schönes erlebt. Die Armut und die damit zusammenhängenden Umstände waren schrecklich und haben sich in unser Hirn gebrannt. Wir beten, dass es uns prägt. Hoffentlich unser Leben lang.

19 Kommentare

Mel

6 November , 2012 at 7:51 am

Ich bin stolz auf euch!♥

RenArtis

6 November , 2012 at 10:23 am

There is nothing to be proud about. It's all about God. We're proud of him, giving us this opportunity! :-)

Olja :)

31 Oktober , 2012 at 4:17 pm

Wow! Dieses Land scheint echt zum Staunen zu sein. Gibt es auch Missionsgesellschaften dort?

Olja :)

31 Oktober , 2012 at 4:19 pm

Mir gefällt besonders dieses "HEAVEN - where help tastes good" :)

RenArtis

1 November , 2012 at 4:04 am

Das ist ein Restaurant geleitet von Schweizern, die volljährige Waisenkinder beschäftigen. Und es ist soooo lecker!

RenArtis

1 November , 2012 at 4:05 am

Ja, sicher! Eine davon ist Raphahouse.org. Super Sache!

Jenny & Viktor

30 Oktober , 2012 at 4:30 pm

Was für ein schöner Bericht! Es bringt einen zum Nachdenken.. Lasst euch weiter von Gott gebrauchen! <3

Cornelia

30 Oktober , 2012 at 9:18 am

Nachdem ihr neulich schon daran gezweifelt habt, dass euer Blog fleißig gelesen wird, melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Ich danke euch, dass ich meinen morgendlichen Tee bei so guter Unterhaltung drinken darf, dass ich dank eurer Seite im verregneten Deutschland die Sonne auch hier ab und zu scheint und ich ein bissschen mehr über die Welt erfahre. Ich wünsche euch eine schöne Weiterreise, Renate einen schönen Geburtstag und eurer Leserschaft weiterhin (nicht ganz uneigennützig) reichlich Blogeinträge :-).

RenArtis

30 Oktober , 2012 at 11:33 am

Liebe Cornelia, vielen Dank für diese ermutigende Nachricht! Manchmal fragen wir uns, für wen wir das alles eigentlich schreiben und da kommen solche Mails gerade richtig, Danke!

Heike

29 Oktober , 2012 at 7:05 pm

Auch von mir herzliche Glückwünsche und alles Liebe für das neue Lebensjahr. Ich freue mich immer wieder über eure Berichte und reise im Kopf ein Stück mit. Ich bin sicher Laos wird euch ähnlich gut gefallen. Mich hat es sehr fasziniert und ich könnte sofort wieder hin. Bin gespannt auf eure Erlebnisse.

RenArtis

30 Oktober , 2012 at 11:32 am

Heike, vielen Dank! Sind gerade auf den 4000-Islands. Zwar nicht in dem Guesthouse, das Du uns empfohlen hast, aber es ist wunderschön! :-)

Pa-Ma

29 Oktober , 2012 at 4:46 pm

Unsere Dritte Liebste! Herzlichen Glückwunsch!!!! Würden Dich sooooooooo gerne drücken, aber um so mehr nächstes Jahr!

RenArtis

30 Oktober , 2012 at 11:31 am

Meine Besten!!! Ich freue mich auf diesen gigantischen Drücker! Freu mich außerdem sehr auf mal wieder skypen. Und Mama, nicht weinen! :-P Ich liebe Euch!

Paul Born

29 Oktober , 2012 at 4:43 pm

Alles GUte zum GEburtstag...und ihr habt mir tränen in die augen gebracht...ich bin stoltz auf euch :) lasst euch vom vater segnen

RenArtis

30 Oktober , 2012 at 11:30 am

PAUL! Wir freuen uns auf ein Skypedate, man!

Konrad

29 Oktober , 2012 at 3:15 pm

HAPPY BIRTHDAY und Glückwunsch zu diesen wunderbaren Bericht. Ihr spricht mir mal wieder aus der Seele. Kambodscha ist neben der Mongolei ein Land, in das ich SOFORT und ohne nachzudenken zurück kehren würde ... und irgendwann auch werde. Wünsche Euch viel Spaß in Laos liebe Weltenbummler :)

RenArtis

30 Oktober , 2012 at 11:29 am

Akun!

Aljona

29 Oktober , 2012 at 3:04 pm

Dann wiederhole ich mich nun doch. Euer Bericht hört sich wie ein Liebesbrief an. Macht neugierig auf das Land. Irgendwann werd ichs mir auch ansehen! ;) Aber jetzt auch auf diesem Wege nochmal alles, alles Liebe zum Geburtstag liebste Cousine! <3

RenArtis

30 Oktober , 2012 at 11:28 am

Yessa, das ist DAS, was wir mit den Berichten erreichen wollen! Freuen uns auch auf persönliche Berichtserstattung und vielen lieben Dank Dir, Cousinchen! :-*

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