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Das Haus am See
Indonesien

Das Haus am See

Wir können es kaum abwarten am nächsten Morgen endlich die Lage zu checken. Checken, wo wir gestern Abend eigentlich mit der Fähre gestrandet sind. Ob sich der harte Weg gelohnt hat? Wir schmeißen aus dem Bett den erste Blick Richtung Fenster. Er verrät: Es ist ein magischer Ort!

Die Sonne geht gerade auf. Nebel liegt auf dem spiegelglatten Wasser. Die ersten Fischer werfen ihre Netze und hinterlassen weiche Spuren auf dem seichten Wasser. Die Stille wird durch das Lachen der ersten Kinder, die in das kühle Nass springen, unterbrochen und die ersten Mütter waschen ihre Wäsche und putzen ihre Zähne im See.

Willkommen am Toba See! Wir befinden uns auf dem Baikal Süd-Ost-Asiens. Entstanden durch eine Eruption der umliegenden Vulkane, die sich wie eine hohe Mauer um den tiefblauen See legen. Unser aktuelles Zuhause steht auf der Insel mitten in dem größten Kratersee der Welt.

Ein Kaffee zu diesem sagenhaften Ambiente wäre perfekt! Während dem Frühstück beobachten wir, wie sie alle schick gekleidet und mit Bibel unterm Arm Richtung Gotteshaus marschieren. Gotteshaus? Richtig, der Norden Sumatras bildet eine Ausnahme im sonst muslimisch geprägten Indonesien. Das können wir uns doch nicht entgehen lassen! Also packen auch wir unsere hübschesten Sachen aus und folgen unauffällig der Masse. Bald stellen wir fest, dass diese nach und nach auf Mopeds umsteigen. Doch wir halten Schritt und schaffen es tatsächlich pünktlich zur Messe – Palmsonntag.

Uns wird klar, bald ist Ostern. Und als wir die Palmblätter sehen, die die Gemeinde mitgebracht hat, denken wir an zu Hause. Mehr als Schneeglöckchen wird unsere Gemeinde wohl unter der 5 cm dicken Schneedecke nicht gefunden haben.

Während der Predigt verlassen wir auf Zehenspitzen die Kirche. Leider ist unser indonesischer Wortschatz noch nicht so entwickelt, dass wir eine Predigt verstehen könnten.

Wir leihen uns ein Moped und wollen mehr sehen von diesem einmaligen Ort! Wir streifen Nadelwälder, passieren steile Hänge, verziert von Kirchen. Im Slalom geht es um die riesigen, auf der Straße liegenden Gesteinsbrocken immer höher und höher. Die Aussicht von ganz oben verschlägt uns glatt den Atem! Eine Landschaft, wie wir sie aus Europa kennen. Tiefe, blaue Seen, Berge, Tannen und Fachwerkskunst – ein Gefühl von Heimat kommt in uns auf. Es riecht nach Frühling.

Als dicke graue Wolken aufziehen, fühlen wir uns noch mehr Zuhause. Gerade zeitig angekommen fallen dicke Tropfen aus den schweren Wolken und prallen auf das Wellblechdach des Restaurants. Helle Blitze zucken durch den dunklen Himmel. Der laute Donner wird von den hohen Berghängen Sekundenlang zurück geschallt. Die Hauswände zittern. Der See schlägt hohe Wellen. Kein Fischerboot befindet sich mehr auf dem Wasser. Ein wahres Naturspektakel, das diesen Ort noch mystischer erscheinen lässt! Ein Indonesier erkennt uns im Restaurant von morgens aus der Kirche. Wir stoßen an.

Am nächsten Morgen hat sich das Wetter wieder beruhigt und wir brechen zu unserem Morgen-Spaziergang auf den leer gefegten Straßen auf und bewundern die hübschen Häuser am Ufer. Jetzt wissen wir, wo Peter Fox mit seinem Song „Haus am See“ inspiriert wurde. Hier können auch wir uns vorstellen mit 20 Kindern Besuch zu bekommen.

Als uns dann ein Indonesier, wohnhaft in der Schweiz, gerade auf Heimaturlaub mit der Familie, anspricht, und uns mit seinem Schweizer Akzent eine sichere Weiterreise wünscht, sind wir völlig verwirrt. Wo sind wir jetzt? Indonesien? Oder doch die Schweiz?

 

Das Haus am See
Indonesien

Das Haus am See

Wir können es kaum abwarten am nächsten Morgen endlich die Lage zu checken. Checken, wo wir gestern Abend eigentlich mit der Fähre gestrandet sind. Ob sich der harte Weg gelohnt hat? Wir schmeißen aus dem Bett den erste Blick Richtung Fenster. Er verrät: Es ist ein magischer Ort!

Die Sonne geht gerade auf. Nebel liegt auf dem spiegelglatten Wasser. Die ersten Fischer werfen ihre Netze und hinterlassen weiche Spuren auf dem seichten Wasser. Die Stille wird durch das Lachen der ersten Kinder, die in das kühle Nass springen, unterbrochen und die ersten Mütter waschen ihre Wäsche und putzen ihre Zähne im See.

Willkommen am Toba See! Wir befinden uns auf dem Baikal Süd-Ost-Asiens. Entstanden durch eine Eruption der umliegenden Vulkane, die sich wie eine hohe Mauer um den tiefblauen See legen. Unser aktuelles Zuhause steht auf der Insel mitten in dem größten Kratersee der Welt.

Ein Kaffee zu diesem sagenhaften Ambiente wäre perfekt! Während dem Frühstück beobachten wir, wie sie alle schick gekleidet und mit Bibel unterm Arm Richtung Gotteshaus marschieren. Gotteshaus? Richtig, der Norden Sumatras bildet eine Ausnahme im sonst muslimisch geprägten Indonesien. Das können wir uns doch nicht entgehen lassen! Also packen auch wir unsere hübschesten Sachen aus und folgen unauffällig der Masse. Bald stellen wir fest, dass diese nach und nach auf Mopeds umsteigen. Doch wir halten Schritt und schaffen es tatsächlich pünktlich zur Messe – Palmsonntag.

Uns wird klar, bald ist Ostern. Und als wir die Palmblätter sehen, die die Gemeinde mitgebracht hat, denken wir an zu Hause. Mehr als Schneeglöckchen wird unsere Gemeinde wohl unter der 5 cm dicken Schneedecke nicht gefunden haben.

Während der Predigt verlassen wir auf Zehenspitzen die Kirche. Leider ist unser indonesischer Wortschatz noch nicht so entwickelt, dass wir eine Predigt verstehen könnten.

Wir leihen uns ein Moped und wollen mehr sehen von diesem einmaligen Ort! Wir streifen Nadelwälder, passieren steile Hänge, verziert von Kirchen. Im Slalom geht es um die riesigen, auf der Straße liegenden Gesteinsbrocken immer höher und höher. Die Aussicht von ganz oben verschlägt uns glatt den Atem! Eine Landschaft, wie wir sie aus Europa kennen. Tiefe, blaue Seen, Berge, Tannen und Fachwerkskunst – ein Gefühl von Heimat kommt in uns auf. Es riecht nach Frühling.

Als dicke graue Wolken aufziehen, fühlen wir uns noch mehr Zuhause. Gerade zeitig angekommen fallen dicke Tropfen aus den schweren Wolken und prallen auf das Wellblechdach des Restaurants. Helle Blitze zucken durch den dunklen Himmel. Der laute Donner wird von den hohen Berghängen Sekundenlang zurück geschallt. Die Hauswände zittern. Der See schlägt hohe Wellen. Kein Fischerboot befindet sich mehr auf dem Wasser. Ein wahres Naturspektakel, das diesen Ort noch mystischer erscheinen lässt! Ein Indonesier erkennt uns im Restaurant von morgens aus der Kirche. Wir stoßen an.

Am nächsten Morgen hat sich das Wetter wieder beruhigt und wir brechen zu unserem Morgen-Spaziergang auf den leer gefegten Straßen auf und bewundern die hübschen Häuser am Ufer. Jetzt wissen wir, wo Peter Fox mit seinem Song „Haus am See“ inspiriert wurde. Hier können auch wir uns vorstellen mit 20 Kindern Besuch zu bekommen.

Als uns dann ein Indonesier, wohnhaft in der Schweiz, gerade auf Heimaturlaub mit der Familie, anspricht, und uns mit seinem Schweizer Akzent eine sichere Weiterreise wünscht, sind wir völlig verwirrt. Wo sind wir jetzt? Indonesien? Oder doch die Schweiz?

 

7 Kommentare

Regeranskis

30 März , 2013 at 6:10 am

Ihr lieben Mopedtinchen wir freuen uns auf euch! Die Tage kommen immer näher... :-)

RenArtis

1 April , 2013 at 2:39 am

Ja, ja, ja!!! :-) :(

Pa-Ma

29 März , 2013 at 6:59 pm

Wie immer, die schöne Kunst des Fotografen!!! Was ist im Bild 9. schief, das Haus oder der Baum?

Lena und Bernd

29 März , 2013 at 4:20 pm

Wenn ihr Lust auf mega leckere Käßspätzle habt dann müsst ihr mit dem Fahrrad da mal vorbeifahren... http://www.tripadvisor.de/ShowUserReviews-g303958-d1024531-r19458609-Thyesza_Guesthouse-Samosir_Island_North_Sumatra_Sumatra.html könnt auch gerne die passende Geschichte dazu auf unserem Blog nachlesen ;-) http://www.globetrotting.eu/reiseblog.html "Spätzle connect the world" Weiterhin gute Reise und viel Spaß. Herzlichste Ostergrüße aus dem verschneiten Oberschwaben! Lena und Bernd

RenArtis

31 März , 2013 at 12:15 pm

Tach ihr beiden! Schön zu hören das ihr noch am leben seid! Und freut uns auch das euer Blog wieder läuft! Sind aber schon weiter und haben leider die leckeren Käßspätzle verpasst. :-( Danke für die Grüße Und zurück aus Indonesien

Edsi

29 März , 2013 at 1:36 pm

Sehr sehr cool!! Ihr hab's echt gut!! :)

Konrad

28 März , 2013 at 6:44 am

Wooooow :)

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