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Der geheimnisvolle Baikalsee

Der Baikalsee ist etwas, was uns schon sehr lange gereizt hat und was wir unbedingt sehen wollten und wir müssen sagen: Er hat alle Erwartungen übertroffen! Die Natur hier, die vielen Legenden, die um den See ranken, die wechselnde Landschaft, das ständig wechselnde Wetter, der raue Wind, die warme Sonne, Die Berge, die Taiga im Rücken, das klare Trinkwasser und noch vieles, vieles mehr machen diesen Ort zu einem wahren Naturspektakel! Hier ist absolut gar nichts normal! Der Baikalsee wächst jedes Jahr um ca. 2 cm! Wissenschaftler vermuten, dass unter dem See noch ein zweites Gewässer liegt. Der Süßwassersee ist 673 km lang und durchschnittlich 48 km breit. Er kann die ganze Erde mit Trinkwasser versorgen und im Winter friert er komplett zu! Eine Meter dicke Schicht Eis! … Aber das alles kann man auch bei Wikipedia nachlesen! 😉  Es gibt so einiges, was hier echt mysteriös ist und diesen Ort einfach so unheimlich spannend macht.

Aber kommen wir zurück nach Irkutsk. Eigentlich leben wir momentan bei Freunden von unserer Tante und unserem Onkel in Irkutsk, etwas abseits der Stadt, wo die Luft klar und rein ist, auf deren Datscha. Hier abseits des Großstadtgetummels lässt es sich gut gehen! Frischer Gemüsegarten, Kräuter, fast alles Essbare wird selbst aus dem eigenen Garten hergestellt. Und wir lernen immer mehr dazu. Und natürlich die Banja nicht zu vergessen! Mittags anheizen und abends den Schweiß laufen lassen. Hajajaj, kak harascho!

Mit Anton und Andreij sind wir dann letzte Woche für einige Tage zum Baikal gefahren. Wir sind recht spät erst los gefahren und hatten mehrere 100 km vor uns, so sind wir mitten in der Nacht irgendwie an unserem Ziel angekommen. Fragt nicht wie! (Straßen)Nachts sind wir todmüde ins Bett gefallen und wurden gleich vom Motorlärm geweckt. Der Kapitän hat vom Wasser aus mit seinem Boot einen festgefahrenen Laster am Strand herausgefahren. Wir haben hier auf einem Boot von Andreij’s Freund Sergej geschlafen. Es war sehr heimisch eingerichtet und die ganze Besatzung war sehr herzlich, so wie die meisten Russen hier sind. Das Boot lag in einer kleinen Bucht (eig. Сахюрта, wird aber von allen Mourese genannt) im sog. „kleinen Baikal“. Hier wäre kurz zu erwähnen, dass Listwjanka nichts dagegen ist! Warum zieht es die meisten Touristen da hin? Egal, zurück zum Thema. Der  kleine Baikal, das sind die ganzen Flusseinmündungen, die dann in den großen Baikalsee übergehen (ca. 320). Im kleinen Baikal ist das Schwimmen an vielen Stellen noch möglich, weil das Wasser relativ warm ist. Im wirklichen Baikalsee ist das Wasser eiskalt!

Hier haben wir sehr viel gesehen. Wir waren unter anderem auf der größten Insel des Baikalsees namens Olchon. Die Insel ist ca. 70 km lang und 10 km breit. Da hier sehr viele Burjaten leben und diese größtenteils Buddhisten sind, gibt es hier viele Orte, an denen Legenden um viele Schamanen ranken. So auch um den Schamanenfelsen, der in den See ragt. Hier wird folgendes gesagt: Klettert der Mann in einer Höhle des Felsens den oberen Weg, wird das nächste Kind ein Junge, klettert er in die Höhle nach unten (quasi der zweite Ausgang), wird das nächste Kind ein Mädchen. Wir sind gespannt! 😉 (Der untere Ausgang war verschüttet, hihi…) Frauen dürfen den Felsen und die Höhle übrigens nicht besteigen…

Auf der Insel haben wir noch zwei Berge erklommen: Zum einen den sog. „Berg der Sünde“, wo jeder, der irgendwelche Sünden getan hat einen entsprechenden Stein nach oben trägt und diesen dann hier lässt. (Teilweise sehr große Steine!) Wie gut, dass wir im Gebet um Vergebung bitten können und keine Steine, wer weiß, wie hoch und schwer tragen müssen! Der zweite Berg war der Berg der Liebe: Von diesem Berg aus kann man sowohl den großen, als auch den kleinen Baikalsee gut überblicken. Diesen Berg haben die Fischerfrauen bestiegen, wenn sie ihre Männer von der Fischertour zurück erwarteten. Es ist eine schöne Legende, denn dieser Berg ist nicht gerade einfach zu besteigen und sehr hoch… Ach ja, Renate hat ihn barfuß erklommen, nur damit ihr wisst, wie sehr sie Artis liebt. 😉 Die Insel Olchon hat eigentlich sehr viel zu bieten, aber wir haben die Insel schon früher verlassen, weil unser Freund Anton kurzfristig dringend nach Hause musste.

Auf dem Festland sind wir noch viel mit dem Auto durch die Gegend gefahren. Die Landschaft wechselt hier echt ständig und es ist wahnsinnig interessant zu sehen, wie viele verschiedene Pflanzen hier wachsen! Wir sind den fast höchsten Berg teilweise hochgefahren und hochgeklettert um die nicht in Worte zu fassende Größe und Schönheit dieser Umgebung zu sehen und wir waren einfach nur sprachlos!

Am letzten Tag sind wir mit dem Boot und einer Gruppe russischer Touristen noch auf eine kleine Insel gefahren, wo ein buddhistischer Tempel steht. Dort haben wir ein paar Deutsche getroffen und es war schön, sich mal wieder mit Landsleuten zu unterhalten, auf deutsch. 😉 Auf dem Boot hat dann ein Russe Renate angesprochen und gefragt, wo wir herkommen. (Hier wird übrigens immer gefragt, ob aus der DDR, oder aus der BRD.) Als er dann erfahren hat, dass wir Russkije Nemzij (Russlanddeutsche) sind, wurde Renate zur Sensation, denn eine ECHTE Russlanddeutsche aus der BRD, sowas sieht man laut den ganzen russischen Touris recht selten. So wollte eine ganze Reihe Leute ein Foto mit ihr machen! Es war zum Schießen! 😀

Abschließend kann man sagen: Um den ganzen Baikal zu erkunden, reicht ein Leben nicht aus, so meint Andrej. Und damit hat er vollkommen Recht. Baikal, wir kommen abisatilna wieder!

P.S.: Da Beschwerden aufgekommen sind, dass wir zu wenige Bilder zeigen, überschütten wir euch heute damit. 😉

P.S.S.: Paul, Dennis, Rudi: Dieser Ort wäre sowas von was für euch! Berge, Wälder, Wasser, soweit das Auge reicht!

Dawatje, Rebitischkij! Paka!

Der geheimnisvolle Baikalsee

Der Baikalsee ist etwas, was uns schon sehr lange gereizt hat und was wir unbedingt sehen wollten und wir müssen sagen: Er hat alle Erwartungen übertroffen! Die Natur hier, die vielen Legenden, die um den See ranken, die wechselnde Landschaft, das ständig wechselnde Wetter, der raue Wind, die warme Sonne, Die Berge, die Taiga im Rücken, das klare Trinkwasser und noch vieles, vieles mehr machen diesen Ort zu einem wahren Naturspektakel! Hier ist absolut gar nichts normal! Der Baikalsee wächst jedes Jahr um ca. 2 cm! Wissenschaftler vermuten, dass unter dem See noch ein zweites Gewässer liegt. Der Süßwassersee ist 673 km lang und durchschnittlich 48 km breit. Er kann die ganze Erde mit Trinkwasser versorgen und im Winter friert er komplett zu! Eine Meter dicke Schicht Eis! … Aber das alles kann man auch bei Wikipedia nachlesen! 😉  Es gibt so einiges, was hier echt mysteriös ist und diesen Ort einfach so unheimlich spannend macht.

Aber kommen wir zurück nach Irkutsk. Eigentlich leben wir momentan bei Freunden von unserer Tante und unserem Onkel in Irkutsk, etwas abseits der Stadt, wo die Luft klar und rein ist, auf deren Datscha. Hier abseits des Großstadtgetummels lässt es sich gut gehen! Frischer Gemüsegarten, Kräuter, fast alles Essbare wird selbst aus dem eigenen Garten hergestellt. Und wir lernen immer mehr dazu. Und natürlich die Banja nicht zu vergessen! Mittags anheizen und abends den Schweiß laufen lassen. Hajajaj, kak harascho!

Mit Anton und Andreij sind wir dann letzte Woche für einige Tage zum Baikal gefahren. Wir sind recht spät erst los gefahren und hatten mehrere 100 km vor uns, so sind wir mitten in der Nacht irgendwie an unserem Ziel angekommen. Fragt nicht wie! (Straßen)Nachts sind wir todmüde ins Bett gefallen und wurden gleich vom Motorlärm geweckt. Der Kapitän hat vom Wasser aus mit seinem Boot einen festgefahrenen Laster am Strand herausgefahren. Wir haben hier auf einem Boot von Andreij’s Freund Sergej geschlafen. Es war sehr heimisch eingerichtet und die ganze Besatzung war sehr herzlich, so wie die meisten Russen hier sind. Das Boot lag in einer kleinen Bucht (eig. Сахюрта, wird aber von allen Mourese genannt) im sog. „kleinen Baikal“. Hier wäre kurz zu erwähnen, dass Listwjanka nichts dagegen ist! Warum zieht es die meisten Touristen da hin? Egal, zurück zum Thema. Der  kleine Baikal, das sind die ganzen Flusseinmündungen, die dann in den großen Baikalsee übergehen (ca. 320). Im kleinen Baikal ist das Schwimmen an vielen Stellen noch möglich, weil das Wasser relativ warm ist. Im wirklichen Baikalsee ist das Wasser eiskalt!

Hier haben wir sehr viel gesehen. Wir waren unter anderem auf der größten Insel des Baikalsees namens Olchon. Die Insel ist ca. 70 km lang und 10 km breit. Da hier sehr viele Burjaten leben und diese größtenteils Buddhisten sind, gibt es hier viele Orte, an denen Legenden um viele Schamanen ranken. So auch um den Schamanenfelsen, der in den See ragt. Hier wird folgendes gesagt: Klettert der Mann in einer Höhle des Felsens den oberen Weg, wird das nächste Kind ein Junge, klettert er in die Höhle nach unten (quasi der zweite Ausgang), wird das nächste Kind ein Mädchen. Wir sind gespannt! 😉 (Der untere Ausgang war verschüttet, hihi…) Frauen dürfen den Felsen und die Höhle übrigens nicht besteigen…

Auf der Insel haben wir noch zwei Berge erklommen: Zum einen den sog. „Berg der Sünde“, wo jeder, der irgendwelche Sünden getan hat einen entsprechenden Stein nach oben trägt und diesen dann hier lässt. (Teilweise sehr große Steine!) Wie gut, dass wir im Gebet um Vergebung bitten können und keine Steine, wer weiß, wie hoch und schwer tragen müssen! Der zweite Berg war der Berg der Liebe: Von diesem Berg aus kann man sowohl den großen, als auch den kleinen Baikalsee gut überblicken. Diesen Berg haben die Fischerfrauen bestiegen, wenn sie ihre Männer von der Fischertour zurück erwarteten. Es ist eine schöne Legende, denn dieser Berg ist nicht gerade einfach zu besteigen und sehr hoch… Ach ja, Renate hat ihn barfuß erklommen, nur damit ihr wisst, wie sehr sie Artis liebt. 😉 Die Insel Olchon hat eigentlich sehr viel zu bieten, aber wir haben die Insel schon früher verlassen, weil unser Freund Anton kurzfristig dringend nach Hause musste.

Auf dem Festland sind wir noch viel mit dem Auto durch die Gegend gefahren. Die Landschaft wechselt hier echt ständig und es ist wahnsinnig interessant zu sehen, wie viele verschiedene Pflanzen hier wachsen! Wir sind den fast höchsten Berg teilweise hochgefahren und hochgeklettert um die nicht in Worte zu fassende Größe und Schönheit dieser Umgebung zu sehen und wir waren einfach nur sprachlos!

Am letzten Tag sind wir mit dem Boot und einer Gruppe russischer Touristen noch auf eine kleine Insel gefahren, wo ein buddhistischer Tempel steht. Dort haben wir ein paar Deutsche getroffen und es war schön, sich mal wieder mit Landsleuten zu unterhalten, auf deutsch. 😉 Auf dem Boot hat dann ein Russe Renate angesprochen und gefragt, wo wir herkommen. (Hier wird übrigens immer gefragt, ob aus der DDR, oder aus der BRD.) Als er dann erfahren hat, dass wir Russkije Nemzij (Russlanddeutsche) sind, wurde Renate zur Sensation, denn eine ECHTE Russlanddeutsche aus der BRD, sowas sieht man laut den ganzen russischen Touris recht selten. So wollte eine ganze Reihe Leute ein Foto mit ihr machen! Es war zum Schießen! 😀

Abschließend kann man sagen: Um den ganzen Baikal zu erkunden, reicht ein Leben nicht aus, so meint Andrej. Und damit hat er vollkommen Recht. Baikal, wir kommen abisatilna wieder!

P.S.: Da Beschwerden aufgekommen sind, dass wir zu wenige Bilder zeigen, überschütten wir euch heute damit. 😉

P.S.S.: Paul, Dennis, Rudi: Dieser Ort wäre sowas von was für euch! Berge, Wälder, Wasser, soweit das Auge reicht!

Dawatje, Rebitischkij! Paka!

7 Kommentare

ejzhik

11 Januar , 2013 at 9:31 pm

Hallo ihr zwei, seid zwar schon weitergereist, ich plane aber gerade meine nächste Reise zum Baikalsee und bin auf der Page gelandet:-) Viel Spaß noch auf eurer Tour!

RenArtis

8 März , 2013 at 1:21 am

Na dann, viel Spaß Dir dabei! Du wirst es lieben! ;-)

Rudi

16 Juli , 2012 at 10:58 pm

Meine Tasche habe ich schon gepackt! Ich warte nur noch auf den richtigen Zeitpunkt! Hoffe das Paul und Dennis dann mit zum Baikalsee kommen!

RenArtis

17 Juli , 2012 at 12:05 am

Die beste Reisezeit ist Ende Juli, Anfang August ;-)

Edi

14 Juli , 2012 at 9:21 am

Das Video war echt Klasse! Schön mal wieder eure Stimmen zu hören und bla. Artis, was hast du für eine Cam, als du auf die Starße gezoomt hast, konnte man alles richtig gut erkennen. Richtig gutes Ding. Voller Neid an das was Ihr beiden alles erlebt, in Gedanken an euch, Kathrin und Edi. Ich bin immer noch ein Fan von euch !!!!!!

RenArtis

15 Juli , 2012 at 9:19 am

MOIN! Wir sind auch ein Fan von Euch ;-) Was wir fuer eine Cam haben, kannst Du auf unserer Seite heraus finden. Stichpunkt Packliste ;-) Bei dem Video ist noch nicht mal die beste Qualitaet eingestellt! Bei bester Quali macht unser Netbook schlapp! Wir adden Dich bei Skype, sobald wir wieder mit unserem User online gehen koennen...

Aljona

10 Juli , 2012 at 10:05 pm

Soooo schön!!! <3

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