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Don’t smile!
Thailand

Don’t smile!

Unsere Reise führt uns von Chiang Rai weiter nach Chiang Mai. Quasi die große Schwester von Chiang Rai.  Doch in Chiang Mai angekommen, haben wir nach einem Lunch kurzfristig entschlossen einfach mal weiter zu fahren. Warum eigentlich nicht? Der Tag war eh schon mit Transport kaputt. Pai war unser Ziel. Und zum Ziel führte eine bergige, von Serpentinen übersäte Waldstraße, das heißt 762 Kurven! Kotzen vorprogrammiert! Doch das sollte an diesem Tag nur das kleinere Übel sein!Irgendwann spät am Mittag kommen wir in Pai an. Wir werden mit einem „Don’t smile!“ von einem dicken Europäer mit Thailänderin im Arm begrüßt. Wat willst du? Wir grinsen den Typen in der Bar extra an. „Don’t smile! It’s forbidden in Pai!“ Uns doch egal!

Smilend machen wir uns gleich auf die Suche nach einer guten günstigen Unterkunft. Wie lange ist denn unsere letzte Reservierung her? Sehr lange! Haben es auch irgendwie schon lange nicht nötig gehabt. Hat ja immer geklappt, bis auf den heutigen Tag, wie wir feststellen werden.

Das erste Gästehaus:
Renartis: „Do you have Doubelroom?“
Guesthouse: „Sorry, we are full!“
Renartis: Na was für’n Pech aber auch. Sowas hatten wir ja noch nie!

Munter und nichts Böses ahnend geht es einfach weiter. Der 3500-Seelenort besteht schließlich nur aus Hotels, Gästehäuser und schlichten Bungalows.Und da werden wir plötzlich von der Seite angequackt: „Don’t smile!“
Ach der schon wieder. Wir legen ein extra breites Grinsen auf!

Das zweite Gästehaus:
Renartis: „Do you have Doubelroom ?“
Guesthouse: „Sorry, we are full!“
Renartis: Sowas aber auch, die Pechquote scheint heute etwas höher zu sein, als üblich!

Weiteres Gästehaus.
Wir brauchen nicht einmal zu fragen.Die folgenden 3 Stunden verbringen wir damit, krampfhaft eine Bleibe zu finden. Wenn es ein einfaches Bett wäre, irgendwo in der Abstellkammer, so wären wir auch darüber froh.

Es war bereits abends, dunkel und kalt und jeder Versuch etwas zu finden, scheiterte kläglich. Ein Thai bemerkte unsere Not und hat schließlich mit Artis auf dem Moped alle Gästehäuser abgeklappert. ERFOLGLOS!

Irgendwie war uns dann schon nicht mehr nach Grinsen zu Mute. Wir fühlten uns wie Maria (hoch schwanger) und Josef in Bethlehem auf der Suche nach einer Bleibe. (Ja, auch wir haben weihnachtliche Gedanken!) Nur dass wir mit unseren treuen Wegbegleitern, den Rucksäcken, schwanger sind, um jegliche Gerüchte zu vermeiden! 😉„Don’t smile! You remember!?”, grinst uns der dicke Kerl schon wieder an!
Renartis: ALTER!!! Langsam gehst du aber so richtig auf den Zeiger!

Eine Unterkunft wird mit Biegen und Brechen trotzdem noch gefunden. Kein Stall mit Esel und Rind, sondern eine Hütte für 15€ die Nacht. Wir müssen tief schlucken. Preise, die wir nicht gewohnt sind. Aber was bleibt einem in so einer Situation übrig? Somit hatte die Weihnachtsgeschichte doch noch ein gutes Ende. Ein warmes Bett zwischen Kühlschrank, Klimaanlage, Ventilator und Fernseher. Moment mal! Ein Fernseher? Ein Kühlschrank? Eine Klimaanlage? Was sollen wir damit anfangen? Daher wohl auch der Preis.So haben wir am nächsten Morgen gleich erst mal ne geschmeidige, günstige, frisch frei gewordene Hütte gekrallt.Nur ein Moped fehlte zu unserem perfekten 5 € zu Hause.

Wir steuern einen Mopedverleih an.
Renartis: „Do you have a Moped for Renartis?“
Verleih: „Sorry, we don’t have bikes for today, maybe tomorrow.”
Renartis: „Maybe is good! How many Motorbikes do you have? Maybe you should buy more Motorbikes for your customers!”
Verleih: „Actually We have 700 Motorbikes! You have to come tomorrow again.”

Und plötzlich hören wir aus einem vorbeifahrenden Minivan: „Don’t smile! You remember?“ Alter, wo kommt dieser Kerl immer her??? Der hat uns wohl auf dem Kieker!Tomorrow fällt Artis extra früh aus dem Bett, 7:00 Uhr! Kann doch nicht sein, dass man in diesem Dorf kein einziges Moped abbekommt.

In aller Frühe:
Artis: „Good morning!“ Reibt sich die Popels aus den Augen und gähnt: „Do you have Motorbike?“
Verleih: „Sorry, we don’t have bikes today.”
Artis: „…”

Das ist wie ein schlechter Morgentraum.

Irgendwie sind wir mit diesem Ort anfangs einfach nicht warm geworden. Lag es vielleicht an dem schlechten Start, den wir hier hingelegt haben? An dem nervigen Don’t-Smile-Typen? Oder waren es die tausenden, koreanischen und thailändischen Touristen, die momentan ihre Ferien hier verbringen, die Unterkünfte alle belegen, Mopeds ausleihen und abends die Fußgängerpassage verstopfen? Waren es die vielen Backpacker, welche hier plötzlich alle einen auf Reaggy oder Hippie machen und sich plötzlich seltsam kleiden (selbst der Holzrusse mit VoKuHiLa macht einen auf Hippie)? Oder waren es eher die nächtlichen 14°C Außentemperatur?

Muss an der Temperatur gelegen haben, denn nach ein paar Tagen haben wir ein Moped abbekommen, die umwerfend schöne Landschaft genossen, uns mit den herzlichen Thais angefreundet und nicht zu unterschätzen: super leckere Köstlichkeiten auf dem Nachtmarkt geschlemmt.

Und ob ihr es glaubt, oder nicht: Wir genießen das Gefühl unter zwei dicken Decken zu liegen, ein wenig zu frösteln und eine kalte Nase zu haben – Ein kleines Gefühl von Heimat…

Don’t smile!
Thailand

Don’t smile!

Unsere Reise führt uns von Chiang Rai weiter nach Chiang Mai. Quasi die große Schwester von Chiang Rai.  Doch in Chiang Mai angekommen, haben wir nach einem Lunch kurzfristig entschlossen einfach mal weiter zu fahren. Warum eigentlich nicht? Der Tag war eh schon mit Transport kaputt. Pai war unser Ziel. Und zum Ziel führte eine bergige, von Serpentinen übersäte Waldstraße, das heißt 762 Kurven! Kotzen vorprogrammiert! Doch das sollte an diesem Tag nur das kleinere Übel sein!Irgendwann spät am Mittag kommen wir in Pai an. Wir werden mit einem „Don’t smile!“ von einem dicken Europäer mit Thailänderin im Arm begrüßt. Wat willst du? Wir grinsen den Typen in der Bar extra an. „Don’t smile! It’s forbidden in Pai!“ Uns doch egal!

Smilend machen wir uns gleich auf die Suche nach einer guten günstigen Unterkunft. Wie lange ist denn unsere letzte Reservierung her? Sehr lange! Haben es auch irgendwie schon lange nicht nötig gehabt. Hat ja immer geklappt, bis auf den heutigen Tag, wie wir feststellen werden.

Das erste Gästehaus:
Renartis: „Do you have Doubelroom?“
Guesthouse: „Sorry, we are full!“
Renartis: Na was für’n Pech aber auch. Sowas hatten wir ja noch nie!

Munter und nichts Böses ahnend geht es einfach weiter. Der 3500-Seelenort besteht schließlich nur aus Hotels, Gästehäuser und schlichten Bungalows.Und da werden wir plötzlich von der Seite angequackt: „Don’t smile!“
Ach der schon wieder. Wir legen ein extra breites Grinsen auf!

Das zweite Gästehaus:
Renartis: „Do you have Doubelroom ?“
Guesthouse: „Sorry, we are full!“
Renartis: Sowas aber auch, die Pechquote scheint heute etwas höher zu sein, als üblich!

Weiteres Gästehaus.
Wir brauchen nicht einmal zu fragen.Die folgenden 3 Stunden verbringen wir damit, krampfhaft eine Bleibe zu finden. Wenn es ein einfaches Bett wäre, irgendwo in der Abstellkammer, so wären wir auch darüber froh.

Es war bereits abends, dunkel und kalt und jeder Versuch etwas zu finden, scheiterte kläglich. Ein Thai bemerkte unsere Not und hat schließlich mit Artis auf dem Moped alle Gästehäuser abgeklappert. ERFOLGLOS!

Irgendwie war uns dann schon nicht mehr nach Grinsen zu Mute. Wir fühlten uns wie Maria (hoch schwanger) und Josef in Bethlehem auf der Suche nach einer Bleibe. (Ja, auch wir haben weihnachtliche Gedanken!) Nur dass wir mit unseren treuen Wegbegleitern, den Rucksäcken, schwanger sind, um jegliche Gerüchte zu vermeiden! 😉„Don’t smile! You remember!?”, grinst uns der dicke Kerl schon wieder an!
Renartis: ALTER!!! Langsam gehst du aber so richtig auf den Zeiger!

Eine Unterkunft wird mit Biegen und Brechen trotzdem noch gefunden. Kein Stall mit Esel und Rind, sondern eine Hütte für 15€ die Nacht. Wir müssen tief schlucken. Preise, die wir nicht gewohnt sind. Aber was bleibt einem in so einer Situation übrig? Somit hatte die Weihnachtsgeschichte doch noch ein gutes Ende. Ein warmes Bett zwischen Kühlschrank, Klimaanlage, Ventilator und Fernseher. Moment mal! Ein Fernseher? Ein Kühlschrank? Eine Klimaanlage? Was sollen wir damit anfangen? Daher wohl auch der Preis.So haben wir am nächsten Morgen gleich erst mal ne geschmeidige, günstige, frisch frei gewordene Hütte gekrallt.Nur ein Moped fehlte zu unserem perfekten 5 € zu Hause.

Wir steuern einen Mopedverleih an.
Renartis: „Do you have a Moped for Renartis?“
Verleih: „Sorry, we don’t have bikes for today, maybe tomorrow.”
Renartis: „Maybe is good! How many Motorbikes do you have? Maybe you should buy more Motorbikes for your customers!”
Verleih: „Actually We have 700 Motorbikes! You have to come tomorrow again.”

Und plötzlich hören wir aus einem vorbeifahrenden Minivan: „Don’t smile! You remember?“ Alter, wo kommt dieser Kerl immer her??? Der hat uns wohl auf dem Kieker!Tomorrow fällt Artis extra früh aus dem Bett, 7:00 Uhr! Kann doch nicht sein, dass man in diesem Dorf kein einziges Moped abbekommt.

In aller Frühe:
Artis: „Good morning!“ Reibt sich die Popels aus den Augen und gähnt: „Do you have Motorbike?“
Verleih: „Sorry, we don’t have bikes today.”
Artis: „…”

Das ist wie ein schlechter Morgentraum.

Irgendwie sind wir mit diesem Ort anfangs einfach nicht warm geworden. Lag es vielleicht an dem schlechten Start, den wir hier hingelegt haben? An dem nervigen Don’t-Smile-Typen? Oder waren es die tausenden, koreanischen und thailändischen Touristen, die momentan ihre Ferien hier verbringen, die Unterkünfte alle belegen, Mopeds ausleihen und abends die Fußgängerpassage verstopfen? Waren es die vielen Backpacker, welche hier plötzlich alle einen auf Reaggy oder Hippie machen und sich plötzlich seltsam kleiden (selbst der Holzrusse mit VoKuHiLa macht einen auf Hippie)? Oder waren es eher die nächtlichen 14°C Außentemperatur?

Muss an der Temperatur gelegen haben, denn nach ein paar Tagen haben wir ein Moped abbekommen, die umwerfend schöne Landschaft genossen, uns mit den herzlichen Thais angefreundet und nicht zu unterschätzen: super leckere Köstlichkeiten auf dem Nachtmarkt geschlemmt.

Und ob ihr es glaubt, oder nicht: Wir genießen das Gefühl unter zwei dicken Decken zu liegen, ein wenig zu frösteln und eine kalte Nase zu haben – Ein kleines Gefühl von Heimat…

9 Kommentare

johann

13 Dezember , 2012 at 10:05 am

Wir wünschen Euch ein Frohes Fest in einem Land, dass Ihr nicht kennt. Ihr habt dieses Jahr keinen Weihnachtsstress, es wird Euch fehlen, aber bald seid Ihr wieder voll dabei. Viel Spass, Gesundheit, weiterhin schöne Berichte und kommt gut ins NEUE JAHR!!!!! Die Varler: Anna und Johann.

RenArtis

13 Dezember , 2012 at 2:03 pm

Hallo Johann und Anna! Ja, dieses Weihnachtsfest wird einmalig, so hoffen wir zumindest! Wo genau wir feiern, wissen wir noch nicht. Aber warm wird es sein und hoffentlich auch Reisestressfrei! ;-)

Pa-Ma

11 Dezember , 2012 at 8:58 am

Es "weihnachtet" sehr! Bei Bild 32 würden wir uns freuen, wenn was Wahres dran wäre....:)

RenArtis

11 Dezember , 2012 at 11:04 am

:-D

Olja :)

10 Dezember , 2012 at 4:28 pm

:D Und?? Erzählt uns, wenn ihr den Verrückten nochmal trefft! Und wenn ihr herausgefunden habt, weshalb ihr nicht smilien dürft, dann verratet uns das Geheimnis! ;) Schöne Umgebung!! :) :D .... Maria und Josef... Kälte... Ich muss sagen, ihr habt Echtes(!!) Weihnachtsfeeling!! ;)

RenArtis

11 Dezember , 2012 at 3:57 am

Wir glauben, der Kerl wollte einfach nur lustig sein, deswegen hat der das immer gesagt :-D

dennis

10 Dezember , 2012 at 3:22 pm

Los! Lernt den Kerl kennen!

RenArtis

11 Dezember , 2012 at 3:56 am

Der ist doch schon weg! ;-)

Konrad

10 Dezember , 2012 at 2:15 pm

... don´t smilie :( ... sorry musste trotzdem ständig grinsen :)

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