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Irkutsk

Wir haben schon einige Male gelesen, dass es in Irkutsk nichts Sehenswertes gibt, doch wir haben das Gegenteil erfahren! Es ist genau so, wie mit Listwjanka: Überall wird gesagt, dass das der beste Erholungsort am Baikalsee ist, doch da gibt es eigentlich nichts, außer überteuerten Fisch und nen Haufen Touristen, die nicht mal mehr Platz für ihr Zelt finden. Der Ort ist völlig überlaufen und alle treten sich schon auf die Füße. Wenn jemand den Baikalsee erkunden und sich wirklich gut erholen möchte, schreibt uns ne Mail. Wir haben einen Freund, der jede Ecke dort kennt und euch auf nicht touristischen Pfaden führt. Er macht den Baikalsee zu einem unvergesslichen Erlebnis! Jetzt aber zurück zu Irkutsk: Das Leben hier ist um die Hälfte ruhiger, als in St. Petersburg oder Moskau. Nochmal um die Hälfte ruhiger ist es hier auf der Datscha, ruhiger und entspannter kann es schon nicht mehr sein. 😉

In Irkutsk kann man gut durch die Straßen ziehen. Die Hauptstraßen sind hier die Leninstraße und die Karl-Marx-Straße. Ein sehenswerter Teil der Stadt ist das 130. Quartal: Hier wird die Altstadt Irkutsk wieder zum Leben erweckt. Alle Häuser werden so gestaltet, wie sie im 18. Jahrhundert dort gestanden haben. In den Häusern sind Cafés, Restaurants, Ärzte, oder einfache Läden. Es ist sehr interessant und einfach nur wunderschön! In dem Quartal werden oft Konzerte gegeben, so sind wir zufälliger Weise im Fernsehen gelandet! 😉

Interessant ist hier auch die sog. „Shanghai-City“. Hier wohnen und arbeiten alle Chinesen. Es ist eine riesen Halle voller kleiner Händler, die ihre Plastik-Ware aus China verkaufen wollen. So findest Du z.B  ein Schuhpaar von zwei verschieden Marken, es ist ZU witzig dort! Mal schauen, wie es in China wird. 😉

Direkt neben Shanghai-City findet man eine große Bazar-Halle. Hier kann man wirklich ALLES bekommen. Über Lebensmittel, Kleidung und Werkzeug. Alles, außer Sticker für unsere Rucksäcke. 😉

Die Einkaufspassage endet quasi in der großen Bazar-Halle. Hier findet man alle Läden: Bugatti, Adidas, deutsche Optiker (werben mit Boris Becker), China-Läden, Rieker und vieles mehr.

Mit dem Verkehr in Irkutsk ist das so eine Sache. Bist Du Busfahrer, kannst Du Dir einfach einen Bus kaufen und Dir die Nummer der Linie ins Fenster kleben und die Linie fahren. Hier hängen keine Busfahrpläne aus, am besten fragt man einfach den Busfahrer,  oder einen Ortskundigen, die kennen die Linien auswendig. Wir gut, dass wir Tante Toma dabei hatten, sie ist eingesessene Irkutskerin und kennt sich hier bestens aus. Autofahren ist hier eine gefaehrliche Angelegenheit, wir haben schon einige Fast-Unfaelle hinter uns, Gott sei Dank, ist nichts passiert! Als Touri muss man hier vorsichtig sein, denn die Leute fahren furchtbar und nicht gerade selten betrunken. Wir waren auf dem Weg zur Datscha vom Baden, als vor uns ploetzlich ein Lastwagen waehrend eines Ueberholmanoevers nach Links ausschert und uns bei hoher Geschwindigkeit beinahe rammt. Andreij hat geistesgegenwaertig das Lenkrad rum gerissen, wir haben uns auf der staubigen Strassen ein wenig gedreht und sind weiter gefahren. Ein anderes Mal haette uns ein entgegenkommender Laster mit genommen. Instinktiv ist unser Fahrer stehen geblieben, da wir in einer Kurve standen. Der Laster ist mit voller Wucht an uns vorbei, in eine Baustellenabsperrung gerast. Selbst da hat er nicht einmal ans Bremsen gedacht.

Wer ein Freund von schönen Kirchen ist, wird hier auch nicht enttäuscht. Irkutsk ist eine Studentenstadt: Hier gibt es ein Viertel voller Universitäten und Studentenwohnungen. Insgesamt beherbergt Irkutsk 23 Universitäten und allein an der Uni für Erzieher und Rechtsfragen sind 25.000 Studenten (Das ist noch nicht mal die größte Uni!). Für die Studenten wird hier sehr viel angeboten! Das Essen (Wir durften Essen, wie die Professoren hier und es war wie auf einer Hochzeit! 3-Gänge-Menü, weiße Tischdecken, hübsches Geschirr,…) ist einfach erstklassig, denn hier wird mit folgendem Grundsatz für die Studenten gekocht: „Essen die Studenten gut, können sie gut nachdenken!“ Für die Studenten gibt es hier auch extra Erholungsgebiete am Baikalsee. Ihnen wird ein sehr abwechslungsreiches Programm für einen sehr geringen Preis geboten. Also liebe Studenten, lernt Russisch und studiert in Irkutsk! 😉 Nein, Melanie, DU nicht! 😉

Was hier noch sehr interessant ist: Der Fluss Angara! Er ist der einzige Fluss, der nicht in den Baikalsee, sonder aus dem Baikal heraus fließt. Der Legende nach gab es einen Vater (den Baikalsee), der viele Töchter hatte. Eine Tochter war sehr rebellisch. Der Vater wollte, dass die Tochter bei ihm bleibt, so wie die anderen Töchter auch, doch diese wollte nicht und lief nachts zu ihrem Bräutigam davon. Der Vater warf ihr einen großen Stein hinterher, der bis heute noch in der Angara liegt. So ist der Fluss Angara entstanden! Die Angara wird an mehreren Stellen gestaut, um Energie zu gewinnen (In ganz Russland ist der Strom in Irkutsk am günstigsten, umgerechnet 0,018€ p. Kw). Auch sind am Flussrand viele Seen, die zum Baden einladen. Leider nur im knapp 2-monatigen Sommer: Im Juni ist hier erst der Schnee getaut, im Juli erwärmt sich das Wasser erst und der August ist hier quasi der Hochsommer, denn im September beginnt schon der Herbst, der schnell in den Winter übergeht. Die Angara selbst ist fast so kalt, wie der Baikalsee, aber Artis konnte es natürlich nicht lassen und musste drin baden.  😉

In der Stadt gibt es auch einige schöne Cafés, wo abends Life-Musik gespielt wird und man gut ausgehen kann. Aber Achtung, zu später Stund, wird dem ein oder anderen auch mal was auf die Nuss gegeben. Außerdem kann der Strom auch einfach mal ausfallen und die Kellner teilen hektisch Kerzen aus. Wenn der Strom nicht läuft, werden halt an den Tischen lauthals Lieder eingestimmt. Sehr sympatisch! J

In Irkutsk leben einige Menschen das ganze Jahr über in ihren Datschas. Im Sommer ist das ganze ja sehr angenehm, aber im Winter, der hier im Durchschnitt -40°C beträgt, wird das mit Sicherheit ungemütlich, denn die Häuschen sind einfach Hütten, die kaum gedämmt sind. Für uns unvorstellbar, für die Russen Realität. Die Wohnungen werden hier nämlich kaum gemietet, sondern gekauft, oder aber vom Staat zur Verfügung gestellt, dafür gibt es allerdings lange Listen. Wenn man das Geld zum Kaufen nicht hat und auf einer der langen Listen unten steht, lebt man halt auf der Datscha.

Irkutsk hat bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht zuletzt wahrscheinlich, weil, wie schön erwähnt, unsere lieben Freunde hier wohnen!

Irkutsk

Wir haben schon einige Male gelesen, dass es in Irkutsk nichts Sehenswertes gibt, doch wir haben das Gegenteil erfahren! Es ist genau so, wie mit Listwjanka: Überall wird gesagt, dass das der beste Erholungsort am Baikalsee ist, doch da gibt es eigentlich nichts, außer überteuerten Fisch und nen Haufen Touristen, die nicht mal mehr Platz für ihr Zelt finden. Der Ort ist völlig überlaufen und alle treten sich schon auf die Füße. Wenn jemand den Baikalsee erkunden und sich wirklich gut erholen möchte, schreibt uns ne Mail. Wir haben einen Freund, der jede Ecke dort kennt und euch auf nicht touristischen Pfaden führt. Er macht den Baikalsee zu einem unvergesslichen Erlebnis! Jetzt aber zurück zu Irkutsk: Das Leben hier ist um die Hälfte ruhiger, als in St. Petersburg oder Moskau. Nochmal um die Hälfte ruhiger ist es hier auf der Datscha, ruhiger und entspannter kann es schon nicht mehr sein. 😉

In Irkutsk kann man gut durch die Straßen ziehen. Die Hauptstraßen sind hier die Leninstraße und die Karl-Marx-Straße. Ein sehenswerter Teil der Stadt ist das 130. Quartal: Hier wird die Altstadt Irkutsk wieder zum Leben erweckt. Alle Häuser werden so gestaltet, wie sie im 18. Jahrhundert dort gestanden haben. In den Häusern sind Cafés, Restaurants, Ärzte, oder einfache Läden. Es ist sehr interessant und einfach nur wunderschön! In dem Quartal werden oft Konzerte gegeben, so sind wir zufälliger Weise im Fernsehen gelandet! 😉

Interessant ist hier auch die sog. „Shanghai-City“. Hier wohnen und arbeiten alle Chinesen. Es ist eine riesen Halle voller kleiner Händler, die ihre Plastik-Ware aus China verkaufen wollen. So findest Du z.B  ein Schuhpaar von zwei verschieden Marken, es ist ZU witzig dort! Mal schauen, wie es in China wird. 😉

Direkt neben Shanghai-City findet man eine große Bazar-Halle. Hier kann man wirklich ALLES bekommen. Über Lebensmittel, Kleidung und Werkzeug. Alles, außer Sticker für unsere Rucksäcke. 😉

Die Einkaufspassage endet quasi in der großen Bazar-Halle. Hier findet man alle Läden: Bugatti, Adidas, deutsche Optiker (werben mit Boris Becker), China-Läden, Rieker und vieles mehr.

Mit dem Verkehr in Irkutsk ist das so eine Sache. Bist Du Busfahrer, kannst Du Dir einfach einen Bus kaufen und Dir die Nummer der Linie ins Fenster kleben und die Linie fahren. Hier hängen keine Busfahrpläne aus, am besten fragt man einfach den Busfahrer,  oder einen Ortskundigen, die kennen die Linien auswendig. Wir gut, dass wir Tante Toma dabei hatten, sie ist eingesessene Irkutskerin und kennt sich hier bestens aus. Autofahren ist hier eine gefaehrliche Angelegenheit, wir haben schon einige Fast-Unfaelle hinter uns, Gott sei Dank, ist nichts passiert! Als Touri muss man hier vorsichtig sein, denn die Leute fahren furchtbar und nicht gerade selten betrunken. Wir waren auf dem Weg zur Datscha vom Baden, als vor uns ploetzlich ein Lastwagen waehrend eines Ueberholmanoevers nach Links ausschert und uns bei hoher Geschwindigkeit beinahe rammt. Andreij hat geistesgegenwaertig das Lenkrad rum gerissen, wir haben uns auf der staubigen Strassen ein wenig gedreht und sind weiter gefahren. Ein anderes Mal haette uns ein entgegenkommender Laster mit genommen. Instinktiv ist unser Fahrer stehen geblieben, da wir in einer Kurve standen. Der Laster ist mit voller Wucht an uns vorbei, in eine Baustellenabsperrung gerast. Selbst da hat er nicht einmal ans Bremsen gedacht.

Wer ein Freund von schönen Kirchen ist, wird hier auch nicht enttäuscht. Irkutsk ist eine Studentenstadt: Hier gibt es ein Viertel voller Universitäten und Studentenwohnungen. Insgesamt beherbergt Irkutsk 23 Universitäten und allein an der Uni für Erzieher und Rechtsfragen sind 25.000 Studenten (Das ist noch nicht mal die größte Uni!). Für die Studenten wird hier sehr viel angeboten! Das Essen (Wir durften Essen, wie die Professoren hier und es war wie auf einer Hochzeit! 3-Gänge-Menü, weiße Tischdecken, hübsches Geschirr,…) ist einfach erstklassig, denn hier wird mit folgendem Grundsatz für die Studenten gekocht: „Essen die Studenten gut, können sie gut nachdenken!“ Für die Studenten gibt es hier auch extra Erholungsgebiete am Baikalsee. Ihnen wird ein sehr abwechslungsreiches Programm für einen sehr geringen Preis geboten. Also liebe Studenten, lernt Russisch und studiert in Irkutsk! 😉 Nein, Melanie, DU nicht! 😉

Was hier noch sehr interessant ist: Der Fluss Angara! Er ist der einzige Fluss, der nicht in den Baikalsee, sonder aus dem Baikal heraus fließt. Der Legende nach gab es einen Vater (den Baikalsee), der viele Töchter hatte. Eine Tochter war sehr rebellisch. Der Vater wollte, dass die Tochter bei ihm bleibt, so wie die anderen Töchter auch, doch diese wollte nicht und lief nachts zu ihrem Bräutigam davon. Der Vater warf ihr einen großen Stein hinterher, der bis heute noch in der Angara liegt. So ist der Fluss Angara entstanden! Die Angara wird an mehreren Stellen gestaut, um Energie zu gewinnen (In ganz Russland ist der Strom in Irkutsk am günstigsten, umgerechnet 0,018€ p. Kw). Auch sind am Flussrand viele Seen, die zum Baden einladen. Leider nur im knapp 2-monatigen Sommer: Im Juni ist hier erst der Schnee getaut, im Juli erwärmt sich das Wasser erst und der August ist hier quasi der Hochsommer, denn im September beginnt schon der Herbst, der schnell in den Winter übergeht. Die Angara selbst ist fast so kalt, wie der Baikalsee, aber Artis konnte es natürlich nicht lassen und musste drin baden.  😉

In der Stadt gibt es auch einige schöne Cafés, wo abends Life-Musik gespielt wird und man gut ausgehen kann. Aber Achtung, zu später Stund, wird dem ein oder anderen auch mal was auf die Nuss gegeben. Außerdem kann der Strom auch einfach mal ausfallen und die Kellner teilen hektisch Kerzen aus. Wenn der Strom nicht läuft, werden halt an den Tischen lauthals Lieder eingestimmt. Sehr sympatisch! J

In Irkutsk leben einige Menschen das ganze Jahr über in ihren Datschas. Im Sommer ist das ganze ja sehr angenehm, aber im Winter, der hier im Durchschnitt -40°C beträgt, wird das mit Sicherheit ungemütlich, denn die Häuschen sind einfach Hütten, die kaum gedämmt sind. Für uns unvorstellbar, für die Russen Realität. Die Wohnungen werden hier nämlich kaum gemietet, sondern gekauft, oder aber vom Staat zur Verfügung gestellt, dafür gibt es allerdings lange Listen. Wenn man das Geld zum Kaufen nicht hat und auf einer der langen Listen unten steht, lebt man halt auf der Datscha.

Irkutsk hat bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nicht zuletzt wahrscheinlich, weil, wie schön erwähnt, unsere lieben Freunde hier wohnen!

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