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Kurz notiert
Vietnam

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Es gibt Tage im Leben eines Reisenden, die möchte man aus dem Kalender streichen. So war es bei uns gestern. Scheinbar freundliche Vietnamesen haben uns direkt ins Gesicht gelogen, ohne dabei rot zu werden, oder mit der Wimper zu zucken. Sie lügen im Minutentakt. Sie erschleichen sich Dein Vertrauen, erzählen Dir, dass die anderen alle Betrüger sind und im Anschluss, wenn es dann doch nicht so rosig, wie von ihnen beschrieben, winden sie sich in Lügen, schreien Dich an und werden furchtbar aggressiv. Situationen, die wir eigentlich vermeiden wollten. Frustriert und um ein paar Euros ärmer beschlossen wir gestern also das Land früher, als geplant zu verlassen. Wir wissen, die Mekong-Delta-Region hat es in sich. Aber nein, danke. Es ist einfach nur traurig, denn eigentlich hat Vietnam es faustdick hinter den Ohren. Wunderschöne Landschaften, interessante Städte, traumhafte Strände, eine Geschichte, die berührt, (manche) Menschen, die wunderbar freundlich sind und auch ehrlich geholfen haben, eine Gesellschaft, die aufblüht und eine Wirtschaft, die wächst. Wenn da nicht die Geldgier dieser Menschen wäre. Sie scheinen uns Ausländer als wandelnde Dollarzeichen wahrzunehmen. Schade.

Aber so frustriert, wie sich das Ganze anhört, sind wir heute schon gar nicht mehr. Wir haben uns gestern ausgekotzt, haben für die Menschen gebetet und für das Geld, dass es irgendwelchen Armen zu Gute kommt und nicht den Betrügern und haben uns mit dem Gedanken zufrieden gestellt, dass man mit falsch verdientem Geld ja eh nicht glücklich wird. Außerdem können sie einem irgendwie einfach nur leidtun, denn auch sie brauchen Jesus und Vergebung ihrer Lügen und Betrügereien. Sie müssen frei werden von der Geldgier.

Also reisen wir heute weiter. Die Bustickets werden direkt am Busbahnhof gekauft, um ja irgendwelchen Betrügercafés aus dem Weg zu gehen. Nur dem Taxifahrer, dem müssen wir jetzt vertrauen, denn der Busbahnhof liegt außerhalb der Stadt.

Ach ja und die 26 €, die geben wir in der Steuererklärung als Spende in Vietnam an. 😉

In diesem Sinne einen schönen Tag Euch werten Lesern!

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Vietnam

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Es gibt Tage im Leben eines Reisenden, die möchte man aus dem Kalender streichen. So war es bei uns gestern. Scheinbar freundliche Vietnamesen haben uns direkt ins Gesicht gelogen, ohne dabei rot zu werden, oder mit der Wimper zu zucken. Sie lügen im Minutentakt. Sie erschleichen sich Dein Vertrauen, erzählen Dir, dass die anderen alle Betrüger sind und im Anschluss, wenn es dann doch nicht so rosig, wie von ihnen beschrieben, winden sie sich in Lügen, schreien Dich an und werden furchtbar aggressiv. Situationen, die wir eigentlich vermeiden wollten. Frustriert und um ein paar Euros ärmer beschlossen wir gestern also das Land früher, als geplant zu verlassen. Wir wissen, die Mekong-Delta-Region hat es in sich. Aber nein, danke. Es ist einfach nur traurig, denn eigentlich hat Vietnam es faustdick hinter den Ohren. Wunderschöne Landschaften, interessante Städte, traumhafte Strände, eine Geschichte, die berührt, (manche) Menschen, die wunderbar freundlich sind und auch ehrlich geholfen haben, eine Gesellschaft, die aufblüht und eine Wirtschaft, die wächst. Wenn da nicht die Geldgier dieser Menschen wäre. Sie scheinen uns Ausländer als wandelnde Dollarzeichen wahrzunehmen. Schade.

Aber so frustriert, wie sich das Ganze anhört, sind wir heute schon gar nicht mehr. Wir haben uns gestern ausgekotzt, haben für die Menschen gebetet und für das Geld, dass es irgendwelchen Armen zu Gute kommt und nicht den Betrügern und haben uns mit dem Gedanken zufrieden gestellt, dass man mit falsch verdientem Geld ja eh nicht glücklich wird. Außerdem können sie einem irgendwie einfach nur leidtun, denn auch sie brauchen Jesus und Vergebung ihrer Lügen und Betrügereien. Sie müssen frei werden von der Geldgier.

Also reisen wir heute weiter. Die Bustickets werden direkt am Busbahnhof gekauft, um ja irgendwelchen Betrügercafés aus dem Weg zu gehen. Nur dem Taxifahrer, dem müssen wir jetzt vertrauen, denn der Busbahnhof liegt außerhalb der Stadt.

Ach ja und die 26 €, die geben wir in der Steuererklärung als Spende in Vietnam an. 😉

In diesem Sinne einen schönen Tag Euch werten Lesern!

8 Kommentare

Jenny & Viktor

28 September , 2012 at 1:00 pm

Können es gut nchvollziehen, wie man sich danach fühlt... Gut, dass Vergebung so weit reicht! Und dass sie bei Gott kein Ende hat! Wir beten für euch. Es hätte ja auch nicht passieren müssen, aber vielleicht möchte Gott euch etwas beibringen. So habe ich es in den letzten Tagen erlebt, ich habe versucht nicht undankbar über bestimmte Situationen zu sein, sondern es einfach Gott zu überlassen. Er sagt, die Rache ist mein. Es ist so gut zu wissen, dass er euch nicht im Stich lässt und dass er uns nicht übers Ohr haut! Seine Barmherzigkeit ist so groß...

RenArtis

29 September , 2012 at 4:21 am

Genau DAS ist es! Es ist irre, unglaublich und doch so wahr! Wir versuchen das Ganze positiv zu betrachten ;-)

Johann

28 September , 2012 at 10:08 am

Ihr seid zu GUT für diese WELT!! Noch nicht die Variante 2. von Konrad wählen. Gestern habt Ihr Euch geärgert, heute ärgern DIE sich, weil es jetzt gar kein Geld von Euch gibt. Variante 1. ist schon die bessere, nicht so schnell aufgeben. Grüsse aus Varl, hier nähert sich der kalte, ungemütliche Herbst.

RenArtis

29 September , 2012 at 4:20 am

Variante 2 kommt absolut nicht in Frage! Danke für die ermutigenden Worte aus Varl!

Konrad Nguyen

28 September , 2012 at 6:43 am

Ah liebe Renartis ... wie erwartet, erlebt Ihr auch die dunklen Seiten von Asien, bzw. der Asiaten. Ohne Euch zu sehr zu ängstigen ... es wird erst in Australien besser ;( Diese Geldgier wird Euch in den nächsten Monaten mal mehr, mal weniger weiter begleiten. Es liegt ganz einfach an der Armut, wie aber auch an der Mentalität, die sich so sehr von unseren (christlichen) europäischen moralischen Verständnis unterscheidet. Kleines Beispiel: Wenn ein Asiate (Vietnamese, Indonesier, Thailänder etc.) Dich übers Ohr haut, gilt er als ein Schlauer Fuchs und sehr gewieft. Du bist in solchen Fall selber Schuld und wenn Du Dich dann auch noch darüber aufregst, verlierst Du Dein Gesicht - was für die Asiaten das Schlimmste ist ... Es gibt nur zwei Wege aus dieser Situation da raus: 1. Eure positive Einstellung und die Akzeptanz dieser Lage 2. Ein Flugticket nach Australien Kopf hoch! Konzentriert Euch mehr auf die kleinen und schönen Dinge dieses Abenteuers. Its always sunny in cambodia ;-) PS: Ich liebe Asien trotzdem :)

RenArtis

29 September , 2012 at 4:19 am

Sehr geehrter Onkel Nguyen, Genau DAS haben wir auch gedacht. Es wird wohl nicht das letzte Mal gewesen sein, aber das ist auch ok, gehört einfach dazu. Dafür haben wir lange gespart ;-) Renate hat in solchen Situationen die Gabe, ruhig zu bleiben und Artis verzieht sich einfach in eine ruhige Ecke, wo er unbeobachtet mit seinen bloßen Fäusten den Putz von den Wänden boxt. Das entspannt und baut Frust ab. We won't leave this crazy Continent and are looking forward for Cambodia! :-) And yes, we still love Asia!!!

Mathias

28 September , 2012 at 5:50 am

Nicht ärgern lassen, ihr Lieben. Aber - macht ihr ja sowieso nicht. ;-)

RenArtis

29 September , 2012 at 4:15 am

niemals ;-)

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