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Moсква

Da wir jetzt ein paar Tage aus Moskau raus sind, hatten wir genug Zeit das Erlebte sacken zu lassen und zu verarbeiten, hier unser Bericht:

Baumanskaja Ulitsa, so hieß die Straße in der wir kurz gewohnt haben. Unser Hostel war einfach nur schockierend, ein reines Desaster! Und das ist noch freundlich ausgedrückt. Sobald wir unseren Mitbewohnern gegenüber geäußert haben, dass wir aus Deutschland kommen, wurden wir sehr bemitleidet angeschaut und immer wieder wurde das gleiche geäußert: „Ihr Armen, das erste Mal in Russland und dann gleich in so ein Loch! Aber jetzt seid ihr abgehärtet, Schlimmeres kann euch eigentlich nicht mehr passieren.“ Hey, was uns nicht tötet, härtet ab! Wie erwähnt hat man uns im Hostel gar nicht erwartet. Das Zimmer wurde doppelt verbucht. Mit Vergünstigung haben wir nun schließlich das Bett zwischen den Schränken bekommen.  Früh am Morgen musste Artis mit allen Mitbewohnern schimpfen und die Nachtruhe einführen. Erst als wir ernsthaft damit drohten, das „Zimmer“ nicht zu bezahlen, wenn der Lärm neben unserem Bett nicht endlich aufhören würde, beruhigte sich die Gesellschaft, das Licht und der grölende Fernseher wurden ausgeschaltet und gegen 3 Uhr kehrte Ruhe ein. Um 8 Uhr morgens war dann Schluss mit der Nachtruhe.  Die ersten Mitbewohner waren am Frühstücken (angebratene Kartoffel, Gurken und 50g Klares). Na danke. Bei dem Anblick wird einem schon schlecht und es vergeht einem der Appetit. Die Selben waren am Tag zuvor schon ordentlich am Picheln und haben die Nacht reiernd überm Klo verbracht (widerlich). Und nun so ein Frühstück. „Wir müssen unseren Pegel halten.“ Alles klar.

Wir haben schnell gefrühstückt und sind gleich ab in die Moskauer City. Möglichst weit weg von diesem Durdom (Irrenhaus). In Moskau selbst ist eigentlich nicht viel zu sehen, zumindest haben wir es so empfunden. Kreml, der Rote (bzw. Schöne) Platz, das große Kaufhaus, die vielen Kathedralen, … Es war nichts, was einen irgendwie berührt, oder was Charme hat. Alles ist auf Touristen ausgerichtet. Renate ist dieses besonders bei der Erlöserkathedrale aufgefallen. Da wurde eine riesen Kathedrale gebaut! WAHNSINN! Alles aus Gold, alles glänzt. Tausende Asiaten fotografieren sich davor. Aber wer versteht, warum diese Kathedrale gebaut wurde? Wer weiß, wer dieser Erlöser ist und wovor sind wir überhaupt erlöst worden?
So viele dicke Autos, wie hier in Moskau, haben wir noch nirgendwo gesehen! Jeder zweite Wagen ist ein Jaguar, ein Bentley, oder ein Lexus. Selbst Rolls Royce stehen hier auf dem Bürgersteig. Das ganze Geld Russlands fließt nach Moskau und wird hier verprasst. Alles ist hier auf’s Geld ausgerichtet. Postkarten gibt’s nur in 20-50-er Sets zu kaufen. Für VIP’s gibt’s hier allerhand: Caffées, Clubs, Einkaufshäuser (nicht unsere Preisklasse).  Der Flair der Stadt ist verloren gegangen, wenn es überhaupt mal einen gegeben hat.

Vielleicht würden unsere Eltern, oder Großeltern mehr von Moskau haben, weil sie in der Zeit von Lenin & Co. gelebt haben. Weil sie wissen, was er „angerichtet“ hat und weil sie einfach mehr Bezug dazu haben. Vielleicht würden wir Moskau auch mit anderen Augen sehen, wenn wir besser geschlafen hätten. 😉  Man weß et nicht, man weß es nicht. Wir sind auf jeden Fall froh, aus Moskau raus zu sein und werden wohl auch so schnell nicht wieder kommen.

Moskau ist nicht Russland, das hat man uns versichert. So sind wir gespannt, was der Rest des Landes so mit sich bringt.

Moсква

Da wir jetzt ein paar Tage aus Moskau raus sind, hatten wir genug Zeit das Erlebte sacken zu lassen und zu verarbeiten, hier unser Bericht:

Baumanskaja Ulitsa, so hieß die Straße in der wir kurz gewohnt haben. Unser Hostel war einfach nur schockierend, ein reines Desaster! Und das ist noch freundlich ausgedrückt. Sobald wir unseren Mitbewohnern gegenüber geäußert haben, dass wir aus Deutschland kommen, wurden wir sehr bemitleidet angeschaut und immer wieder wurde das gleiche geäußert: „Ihr Armen, das erste Mal in Russland und dann gleich in so ein Loch! Aber jetzt seid ihr abgehärtet, Schlimmeres kann euch eigentlich nicht mehr passieren.“ Hey, was uns nicht tötet, härtet ab! Wie erwähnt hat man uns im Hostel gar nicht erwartet. Das Zimmer wurde doppelt verbucht. Mit Vergünstigung haben wir nun schließlich das Bett zwischen den Schränken bekommen.  Früh am Morgen musste Artis mit allen Mitbewohnern schimpfen und die Nachtruhe einführen. Erst als wir ernsthaft damit drohten, das „Zimmer“ nicht zu bezahlen, wenn der Lärm neben unserem Bett nicht endlich aufhören würde, beruhigte sich die Gesellschaft, das Licht und der grölende Fernseher wurden ausgeschaltet und gegen 3 Uhr kehrte Ruhe ein. Um 8 Uhr morgens war dann Schluss mit der Nachtruhe.  Die ersten Mitbewohner waren am Frühstücken (angebratene Kartoffel, Gurken und 50g Klares). Na danke. Bei dem Anblick wird einem schon schlecht und es vergeht einem der Appetit. Die Selben waren am Tag zuvor schon ordentlich am Picheln und haben die Nacht reiernd überm Klo verbracht (widerlich). Und nun so ein Frühstück. „Wir müssen unseren Pegel halten.“ Alles klar.

Wir haben schnell gefrühstückt und sind gleich ab in die Moskauer City. Möglichst weit weg von diesem Durdom (Irrenhaus). In Moskau selbst ist eigentlich nicht viel zu sehen, zumindest haben wir es so empfunden. Kreml, der Rote (bzw. Schöne) Platz, das große Kaufhaus, die vielen Kathedralen, … Es war nichts, was einen irgendwie berührt, oder was Charme hat. Alles ist auf Touristen ausgerichtet. Renate ist dieses besonders bei der Erlöserkathedrale aufgefallen. Da wurde eine riesen Kathedrale gebaut! WAHNSINN! Alles aus Gold, alles glänzt. Tausende Asiaten fotografieren sich davor. Aber wer versteht, warum diese Kathedrale gebaut wurde? Wer weiß, wer dieser Erlöser ist und wovor sind wir überhaupt erlöst worden?
So viele dicke Autos, wie hier in Moskau, haben wir noch nirgendwo gesehen! Jeder zweite Wagen ist ein Jaguar, ein Bentley, oder ein Lexus. Selbst Rolls Royce stehen hier auf dem Bürgersteig. Das ganze Geld Russlands fließt nach Moskau und wird hier verprasst. Alles ist hier auf’s Geld ausgerichtet. Postkarten gibt’s nur in 20-50-er Sets zu kaufen. Für VIP’s gibt’s hier allerhand: Caffées, Clubs, Einkaufshäuser (nicht unsere Preisklasse).  Der Flair der Stadt ist verloren gegangen, wenn es überhaupt mal einen gegeben hat.

Vielleicht würden unsere Eltern, oder Großeltern mehr von Moskau haben, weil sie in der Zeit von Lenin & Co. gelebt haben. Weil sie wissen, was er „angerichtet“ hat und weil sie einfach mehr Bezug dazu haben. Vielleicht würden wir Moskau auch mit anderen Augen sehen, wenn wir besser geschlafen hätten. 😉  Man weß et nicht, man weß es nicht. Wir sind auf jeden Fall froh, aus Moskau raus zu sein und werden wohl auch so schnell nicht wieder kommen.

Moskau ist nicht Russland, das hat man uns versichert. So sind wir gespannt, was der Rest des Landes so mit sich bringt.

2 Kommentare

Dirk Scheffler

2 Juli , 2012 at 6:39 pm

Schon krass mit dem Hostel, schlimmer geht nimmer! Moskau die Stadt der Neureichen, aber wer weis wo das Geld her kommt. ;-)

RenArtis

4 Juli , 2012 at 11:28 am

Richtig ;)

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