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Kein hunger, ich habe schon gegessen!
Philippinen

Kein hunger, ich habe schon gegessen!

Bei meinem Spaziergang am Strand fällt mir eine laute Truppe von Einheimischen auf. Sie lachen, blödeln herum und es riecht nach Gegrilltem. Das ist interessant, sage ich mir – also nicht das Gegrillte, sondern…  Um ehrlich zu sein: Doch ein wenig mehr das Gegrillte.

Ich lasse mich wieder einmal von meiner Neugierde (Nase) treiben und schleiche mich näher heran, bis ich irgendwann mit der ganzen lustigen Truppe um ein riesiges freigeschaufeltes Loch stehe.

Foto! FOTO! Ruft plötzlich einer aus der Menge quer über den ganzen Strand!
Mist, ich wurde entdeckt!“ Man bleibt als Reisender ja nie so wirklich unentdeckt. Und wie so üblich werden sie gerne fotografiert, die Philippinos. Den Gefallen tue ich ihnen natürlich gerne!
Sie formieren sich zum Halbkreis und ich knipse.

Ich möchte wissen, was es mit dem Loch auf sich hat. Und warum die stacheligen, wie Seestern geformten Seeigel in das Loch geschmissen werden.

Sie lachen mich aus.
Ich komme mir ein wenig dumm vor.

Mach dir nichts draus!“, spricht mich eine Dame von der Seite an, „Es sind alles gewöhnliche Fischermänner aus dem Dorf und sie sammeln nebenbei diese giftigen Seeigel.“ „Giftig?“ „Ja, sie fressen die Korallen.“ „Und warum lachen die mich aus?“ Jetzt muss die freundliche Dame auch lachen: „Sie können dich nicht verstehen, und lachen über ihr karges Englisch!“Ok, mir ist alles klar

.Kurze Zeit später werden alle ganz hibbelig und etwas hektisch. Diese Situation wiederum kann ich zu gut verstehen – das Mittagessen ist fertig! Ich werde natürlich eingeladen an der köstlichen Mahlzeit teilzunehmen. Insgeheim habe ich schon gehofft, etwas abzubekommen. Und in der Tat, es sieht grandios aus! Den Teller mit dem Reis, der schnell angefertigten Sauce aus Zwiebeln, Tomaten, Soja, Ingwer, Peperoni und dem frisch gegrillten Fisch werde ich so schnell nicht vergessen! Dankend ablehnen? Niemals!

Davon mache ich doch glatt ein Foto! Und im selben Moment, als ich die Kamera auf meine Mahlzeit richte, fangen sie wieder an zu lachen! Das selbe Gelächter wie vorhin. Wie war das nochmal?

Sie schmatzen und essen mit den Fingern. Und ich mitten unter ihnen. Als die Cola in der Tupperdose rumgereicht wird und ich auch einen Schluck nehme, fühle ich mich für einen Moment, als einer von ihnen.

Aber was ist das?
Ich widme meine Aufmerksamkeit für kurze Zeit einer Taucherbrille. „Sie gehört einem von den Fischermännern.“ Noch nie zuvor war ich so begeistert von einer Taucher- bzw. Schwimmbrille! Wie würde mein Trainer beim DLRG reagieren, wenn ich zum Training plötzlich mit einer aus Holz geschnitzten Taucherbrille ankomme? Diese hölzerne Brille fasziniert mich!

Während ich staune, höre ich immer wieder meinen Namen im Hintergrund. Ich hab ihn für sie in den Sand geschrieben. Immer wieder wiederholen sie ihn und lachen sich dabei kaputt. Eine wirklich lustige Truppe, diese Fischermänner die nach korallenfressenden stacheligen Sesternen tauchen!

Nach der Mahlzeit stehen wir wieder um das riesige Loch.
Sie diskutieren und stochern mit ihren Spießen sinnlos im Sand herum.
Was ist los?“, will ich wissen, „Können die sich nicht einigen, wer das Loch nun zu buddeln soll?
Nein, sie wollen die Seeigeln evtl. wieder zurück ins Meer bringen.

So jetzt verstehe ich nur noch Bahnhof und obendrein beginnt es zu regnen. Zeit für‘s Heimgehen!

Wollen wir essen? Ich habe auf Dich gewartet.“, fragt meine Liebste, als sie vom Buch aufblickt. „Sorry, kein Hunger! Ich hab bei den Fischermänner gegessen!“ 😉

Wieder zieht ein Tief über die Philippinen und erreicht dieses Mal Padre Burgos. Was macht man an so einem schönen Ort, wenn es regnet, außer Fischermännern das Essen wegessen?

Man hat Zeit für Sachen, die unterwegs auf der Strecke bleiben! Ausruhen – lesen – nachdenken – abschalten.

 

Kein hunger, ich habe schon gegessen!
Philippinen

Kein hunger, ich habe schon gegessen!

Bei meinem Spaziergang am Strand fällt mir eine laute Truppe von Einheimischen auf. Sie lachen, blödeln herum und es riecht nach Gegrilltem. Das ist interessant, sage ich mir – also nicht das Gegrillte, sondern…  Um ehrlich zu sein: Doch ein wenig mehr das Gegrillte.

Ich lasse mich wieder einmal von meiner Neugierde (Nase) treiben und schleiche mich näher heran, bis ich irgendwann mit der ganzen lustigen Truppe um ein riesiges freigeschaufeltes Loch stehe.

Foto! FOTO! Ruft plötzlich einer aus der Menge quer über den ganzen Strand!
Mist, ich wurde entdeckt!“ Man bleibt als Reisender ja nie so wirklich unentdeckt. Und wie so üblich werden sie gerne fotografiert, die Philippinos. Den Gefallen tue ich ihnen natürlich gerne!
Sie formieren sich zum Halbkreis und ich knipse.

Ich möchte wissen, was es mit dem Loch auf sich hat. Und warum die stacheligen, wie Seestern geformten Seeigel in das Loch geschmissen werden.

Sie lachen mich aus.
Ich komme mir ein wenig dumm vor.

Mach dir nichts draus!“, spricht mich eine Dame von der Seite an, „Es sind alles gewöhnliche Fischermänner aus dem Dorf und sie sammeln nebenbei diese giftigen Seeigel.“ „Giftig?“ „Ja, sie fressen die Korallen.“ „Und warum lachen die mich aus?“ Jetzt muss die freundliche Dame auch lachen: „Sie können dich nicht verstehen, und lachen über ihr karges Englisch!“Ok, mir ist alles klar

.Kurze Zeit später werden alle ganz hibbelig und etwas hektisch. Diese Situation wiederum kann ich zu gut verstehen – das Mittagessen ist fertig! Ich werde natürlich eingeladen an der köstlichen Mahlzeit teilzunehmen. Insgeheim habe ich schon gehofft, etwas abzubekommen. Und in der Tat, es sieht grandios aus! Den Teller mit dem Reis, der schnell angefertigten Sauce aus Zwiebeln, Tomaten, Soja, Ingwer, Peperoni und dem frisch gegrillten Fisch werde ich so schnell nicht vergessen! Dankend ablehnen? Niemals!

Davon mache ich doch glatt ein Foto! Und im selben Moment, als ich die Kamera auf meine Mahlzeit richte, fangen sie wieder an zu lachen! Das selbe Gelächter wie vorhin. Wie war das nochmal?

Sie schmatzen und essen mit den Fingern. Und ich mitten unter ihnen. Als die Cola in der Tupperdose rumgereicht wird und ich auch einen Schluck nehme, fühle ich mich für einen Moment, als einer von ihnen.

Aber was ist das?
Ich widme meine Aufmerksamkeit für kurze Zeit einer Taucherbrille. „Sie gehört einem von den Fischermännern.“ Noch nie zuvor war ich so begeistert von einer Taucher- bzw. Schwimmbrille! Wie würde mein Trainer beim DLRG reagieren, wenn ich zum Training plötzlich mit einer aus Holz geschnitzten Taucherbrille ankomme? Diese hölzerne Brille fasziniert mich!

Während ich staune, höre ich immer wieder meinen Namen im Hintergrund. Ich hab ihn für sie in den Sand geschrieben. Immer wieder wiederholen sie ihn und lachen sich dabei kaputt. Eine wirklich lustige Truppe, diese Fischermänner die nach korallenfressenden stacheligen Sesternen tauchen!

Nach der Mahlzeit stehen wir wieder um das riesige Loch.
Sie diskutieren und stochern mit ihren Spießen sinnlos im Sand herum.
Was ist los?“, will ich wissen, „Können die sich nicht einigen, wer das Loch nun zu buddeln soll?
Nein, sie wollen die Seeigeln evtl. wieder zurück ins Meer bringen.

So jetzt verstehe ich nur noch Bahnhof und obendrein beginnt es zu regnen. Zeit für‘s Heimgehen!

Wollen wir essen? Ich habe auf Dich gewartet.“, fragt meine Liebste, als sie vom Buch aufblickt. „Sorry, kein Hunger! Ich hab bei den Fischermänner gegessen!“ 😉

Wieder zieht ein Tief über die Philippinen und erreicht dieses Mal Padre Burgos. Was macht man an so einem schönen Ort, wenn es regnet, außer Fischermännern das Essen wegessen?

Man hat Zeit für Sachen, die unterwegs auf der Strecke bleiben! Ausruhen – lesen – nachdenken – abschalten.

 

4 Kommentare

Pa-Ma

19 März , 2013 at 8:03 pm

Können wir mit dir angeln und grillen wie die Fischermänner gehen?

RenArtis

20 März , 2013 at 3:00 am

Sicher!

Mela

19 März , 2013 at 11:02 am

ist immer wiedre schön von euch zu hören ;) bis bald

RenArtis

19 März , 2013 at 1:28 pm

:-)

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