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Peleliu – Schrott, Löcher und radeln
Palau

Peleliu – Schrott, Löcher und radeln

Unterwegs auf dem türkisblauem Meer zwischen den zahlreichen grün bewachsenen Felsen, die wie Pilze aus dem Meeresboden ragen, kommt uns eine schicke Segeljacht entgegen. Während sie elegant und lautlos an uns vorbei rast, lehnt sich ein blondierter, braun gebrannter Typ mit Rolexuhr auf und wirft seine ungläubigen Blicke von der Prolojacht zu uns rüber. Ist was? Während sich das Boot in die entgegengesetzte Richtung von uns entfernt, bekommt der reiche Schnösel seinen Blick einfach nicht losgerissen. Langsam fühlen wir uns wie in einem Zoo. Doch wir denken uns nichts dabei. Wahrscheinlich ist er so einen Anblick nicht gewohnt und überdehnt dafür sämtliche Halsmuskeln, die dezent mit einer 10mm dicken Halskette verziert werden. Er kennt es wohl nur aus dem Flachbildfernseher: ein rostiger Kutter, überzogen mit einer LKW- Plane zum Schutz vor Regen, viel zu viele Menschen an Board, die zwischen Waschmaschinen, Kühlschränken, Fliesen, Sporttaschen, Muscheln und Bürostühle kauern und darunter zwei weiße Touristen.

1. Boot

Was für andere Menschen ein Bild für die Götter ist, ist für uns ein gewöhnlicher, stinknormaler Reisealltag. Mit einem Stück Pappe auf dem Kopf gegen die brutale Mittagssonne und zusammengekauert an der Rehling des alten Holzkahn ging es für uns 3 Stunden lang Richtung Peleliu, einer Insel im Süden Palaus.

3. Und schützen sie sich vor der agressiven Sonne.

Komfortabler, schneller und vor allem kostspieliger wäre die Überfahrt wohl mit einem Speedboot. Aber der Sparfuchs und die Abenteuerlustige mischen sich unters Betelkauende Fußvolk und lassen sich auf eine 7$ p.P. Fahrt ein – günstiger und abenteuerlustiger ist Inselhüpfen auf Palau wohl nicht möglich!

2. Nehmen sie platz auf der Fähre.

Doch diese 3 Stunden an Board ziehen sich lang, wie Kaugummi. Es ist sau heiß und auf halber Strecke zieht der Kapitän die Bremse. Die Korallen ragen gefährlich unter der Wasseroberfläche hervor – Ebbe. Einige Passagiere lehnen sich über Bord und navigieren den Steuermann. Fährt der Typ jetzt Blind?

Ein wenig mulmig wurde uns schon, doch um so größer war dann die Freude, als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Uns fiel ein großer Stein vom Herzen und wir stießen ein Dankgebet gen Himmel – Danke! Der überladene Kahn ist unterwegs nicht abgesoffen!

6. ...bis sie auf Peleliu ankommen.Peleliu selbst ist eine 13 km² große Insel mit ca. 500 Einwohnern (gefühlte 50), dementsprechend „lebhaft“ geht es dort auch zu. Genau zwei mal die Woche ist hier Ausnahmezustand. Stunden lang warten die Eingeborenen am Pier auf das Ankommen der überladenen Fähre. Diese bringt Familien zurück zur Insel und allerhand Güter, die hektisch untereinander aufgeteilt werden und manchmal eben auch todesmutige Touristen.

6.1. Man wird erwartet

Benji ist mit seinem rostigen Transporter ebenfalls am Pier und erwartet uns bereits. Wir haben bei ihm für einige Nächte eine Hütte gemietet.

6.2. Auch wir werden erwartet

Ganze zwei Nächte und einen vollen Tag verbringen wir nun auf der Insel. Und noch bevor Langeweile aufkommt, leihen wir uns zwei Räder (10 $ p.T.) und radeln einfach mal frei Schnauze los.

16. Wir leihen uns Farräder...

Beim Radfahren stößt man auf zahlreiche Relikte aus dem zweiten Weltkrieg, die vor sich hin rosten, verwilderte Strände, viel Djungel und zu viele Abwrack-Fahrzeuge, die scheinbar dort stehen gelassen wurden, wo sie den Geist aufgegeben haben und nun eins werden mit der Natur. Alles ist sehr friedlich, sehr ruhig und sehr entspannt – nur beim Spazieren gehen im Djungel sollte man aufpassen, dass man nicht plötzlich in eins der großen Löcher fällt.

[vimeo clip_id=“66715422″ width=“640″ height=“360″]

Peleliu – Schrott, Löcher und radeln
Palau

Peleliu – Schrott, Löcher und radeln

Unterwegs auf dem türkisblauem Meer zwischen den zahlreichen grün bewachsenen Felsen, die wie Pilze aus dem Meeresboden ragen, kommt uns eine schicke Segeljacht entgegen. Während sie elegant und lautlos an uns vorbei rast, lehnt sich ein blondierter, braun gebrannter Typ mit Rolexuhr auf und wirft seine ungläubigen Blicke von der Prolojacht zu uns rüber. Ist was? Während sich das Boot in die entgegengesetzte Richtung von uns entfernt, bekommt der reiche Schnösel seinen Blick einfach nicht losgerissen. Langsam fühlen wir uns wie in einem Zoo. Doch wir denken uns nichts dabei. Wahrscheinlich ist er so einen Anblick nicht gewohnt und überdehnt dafür sämtliche Halsmuskeln, die dezent mit einer 10mm dicken Halskette verziert werden. Er kennt es wohl nur aus dem Flachbildfernseher: ein rostiger Kutter, überzogen mit einer LKW- Plane zum Schutz vor Regen, viel zu viele Menschen an Board, die zwischen Waschmaschinen, Kühlschränken, Fliesen, Sporttaschen, Muscheln und Bürostühle kauern und darunter zwei weiße Touristen.

1. Boot

Was für andere Menschen ein Bild für die Götter ist, ist für uns ein gewöhnlicher, stinknormaler Reisealltag. Mit einem Stück Pappe auf dem Kopf gegen die brutale Mittagssonne und zusammengekauert an der Rehling des alten Holzkahn ging es für uns 3 Stunden lang Richtung Peleliu, einer Insel im Süden Palaus.

3. Und schützen sie sich vor der agressiven Sonne.

Komfortabler, schneller und vor allem kostspieliger wäre die Überfahrt wohl mit einem Speedboot. Aber der Sparfuchs und die Abenteuerlustige mischen sich unters Betelkauende Fußvolk und lassen sich auf eine 7$ p.P. Fahrt ein – günstiger und abenteuerlustiger ist Inselhüpfen auf Palau wohl nicht möglich!

2. Nehmen sie platz auf der Fähre.

Doch diese 3 Stunden an Board ziehen sich lang, wie Kaugummi. Es ist sau heiß und auf halber Strecke zieht der Kapitän die Bremse. Die Korallen ragen gefährlich unter der Wasseroberfläche hervor – Ebbe. Einige Passagiere lehnen sich über Bord und navigieren den Steuermann. Fährt der Typ jetzt Blind?

Ein wenig mulmig wurde uns schon, doch um so größer war dann die Freude, als wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Uns fiel ein großer Stein vom Herzen und wir stießen ein Dankgebet gen Himmel – Danke! Der überladene Kahn ist unterwegs nicht abgesoffen!

6. ...bis sie auf Peleliu ankommen.Peleliu selbst ist eine 13 km² große Insel mit ca. 500 Einwohnern (gefühlte 50), dementsprechend „lebhaft“ geht es dort auch zu. Genau zwei mal die Woche ist hier Ausnahmezustand. Stunden lang warten die Eingeborenen am Pier auf das Ankommen der überladenen Fähre. Diese bringt Familien zurück zur Insel und allerhand Güter, die hektisch untereinander aufgeteilt werden und manchmal eben auch todesmutige Touristen.

6.1. Man wird erwartet

Benji ist mit seinem rostigen Transporter ebenfalls am Pier und erwartet uns bereits. Wir haben bei ihm für einige Nächte eine Hütte gemietet.

6.2. Auch wir werden erwartet

Ganze zwei Nächte und einen vollen Tag verbringen wir nun auf der Insel. Und noch bevor Langeweile aufkommt, leihen wir uns zwei Räder (10 $ p.T.) und radeln einfach mal frei Schnauze los.

16. Wir leihen uns Farräder...

Beim Radfahren stößt man auf zahlreiche Relikte aus dem zweiten Weltkrieg, die vor sich hin rosten, verwilderte Strände, viel Djungel und zu viele Abwrack-Fahrzeuge, die scheinbar dort stehen gelassen wurden, wo sie den Geist aufgegeben haben und nun eins werden mit der Natur. Alles ist sehr friedlich, sehr ruhig und sehr entspannt – nur beim Spazieren gehen im Djungel sollte man aufpassen, dass man nicht plötzlich in eins der großen Löcher fällt.

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9 Kommentare

a.ko

28 Mai , 2013 at 9:37 pm

Mr. Krebs :) Wie lange habt Ihr den warten müssen bis das Vieh da raus kommt?

RenArtis

29 Mai , 2013 at 8:22 am

Eine gefühlte halbe Ewigkeit. 10 Minuten! ;-)

Pa-Ma

28 Mai , 2013 at 7:04 am

Sehr schön, es anzusehen!!! Danke für die gute Einblicke!!!

RenArtis

28 Mai , 2013 at 8:41 am

Immer wieder gerne! ;-)

Daniel & Christine

24 Mai , 2013 at 3:26 pm

Hehe, die Höhlen erinnern mich an die Zenoten in Mexiko....das war sehr schön da zu schnorcheln, aber auch ein bisschen unheimlich^^

Heike

24 Mai , 2013 at 12:38 pm

Ich glaube ihr müsst noch weiter unterwegs sein - ich würde eure Berichte sonst zu sehr vermissen ;-)

Karo

25 Mai , 2013 at 5:02 pm

ich auch!

RenArtis

28 Mai , 2013 at 8:42 am

Spenden gegenüber sind wir aufgeschlossen! ;-)

Regers

28 Mai , 2013 at 3:24 pm

Wo ist das Problem??

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