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Raus aus dem Großstadtdjungel – Rein in den Affenstall

Wir berichten ganz exklusiv und beinahe live aus aller Welt! Jeder Menschenbürger auf dieser mittlerweile viel zu kleinen  Welt  soll die Möglichkeit haben unseren Blog zu lesen, zu genießen und regelmäßig zu verfolgen. Wir wollen den Leser dazu bringen gierig nach unseren Berichten zu sein! Wir wollen eine pro Tag-Klick-Quote erreichen, die alle andere Blogger in den Schatten stellt. Und dafür haben wir ein Rezept entwickelt. Ein Rezept, mit dem wir uns diesen gewünschten Erfolg erhoffen. Nun, was ist denn nun euer Rezept, ihr übermutigen mit null Reiseerfahrungen an den Start gegangenen Backpacker, wird sich der Eine oder Andere fragen, „Ganz einfach“ sagen wir! In unserem Blog wird kein Blatt vor den Mund genommen und außerdem wird jede Art von Zensur ausgelassen, wir sind schließlich keine Chinesen. Ok, nicht ganz, bei nackten Babyärschen, die uns hier überall vor die Linse gehalten werden, muss Zensur schon sein. Trotz alle dem wollen wir euch echte und authentische Berichte liefern.Und so wollen wir euch auch dieses Mal einen kleinen Bericht über unsere Erfahrung und Gefühle in dem chinesischen Nachtzug nicht vorenthalten.

Sicherlich kann sich noch irgendjemand an unsere Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn erinnern! Nein? Nun gut, ist nicht so schlimm. In unseren Berichten über die Transsibirische Eisenbahn haben wir uns darüber beklagt, dass wir die Platzkarten nicht ausprobiert haben. Hätten wir damals gewusst, dass wir schon bald die Möglichkeit in China haben werden, würden wir garantiert nicht meckern!

Chinas Schienennetz bietet den Zugreisenden ebenfalls die Möglichkeit mit dem nicht so schnellen Zug zu reisen. Bei langen Strecken hat man dann die Wahl zwischen „softsleeper“ und „hardslepper“. Im Prinzip das Gleiche, wie in Russland nur in Chinesisch. Wir sind ja harte und angeblich erfahrene Backpacker und wählen die günstigste Variante, nämlich den hardsleeper!1.600 km wir kommen! Die Fahrt war wirklich entspannt! Wohlgemerkt waren die ersten 2 Stunden recht entspannt. Man ist damit beschäftigt aus dem Fenster zu gucken und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus! Warum nur? Geschätzte 324829384732847 Wolkenkrater aus Stahlbeton schießen wie Pilze aus dem Boden. Nun wissen wir auch, warum China so viel Stahl benötigt!19:15 Uhr: Es ist bereits stockfinster draußen und das Rausgucken ist nun nicht mehr möglich. Was machen? Zähne putzen und schlafen gehen.

19:30 Uhr: Zähne glänzen im Mondscheinlicht, die harte Pritsche ist bettfertig, wir können uns schlafen legen!

19:35 Uhr: Die Bettdecke wird komplett über den Kopf gezogen.Es ist der reinste Horror! Im Gang sitzen zwei Chinesen bei ihrer Mahlzeit. Die Instantmahlzeiten werden mit Genuss auf barbarische Art und Weise verspeist, wie wir das nur aus den mittelalterlichen Geschichtsbüchern kennen! Hier kommen auch die abgekochten, in Plastik eingeschweißten Hühnerfüße zum Vorschein. Diese werden förmlich aus der kleinen Öffnung der Plastikummantellung herausgesaugt! Es wird lange und mit möglichst vielen Nebengeräuschen darauf herum gekaut, bis anschließend der ganze Fuß wieder ausgespuckt wird. Nebenbei wird der tropfende Schleim, welcher nicht auf natürliche Art und Weise raus wollte, mit der Faust aus dem Gesicht gewischt. Es ist wie mit einem Unfall, man will nicht hinschauen, muss aber irgendwie!19:45 Uhr: Laute Rülpser lassen das ganze Abteil wissen, dass es geschmeckt hat und die Herrschaften ihre Mahlzeit beendet haben! Es besteht nun die Hoffnung ein wenig die Augen zu drücken zu können. Aber nichts da. Die beiden Herrschaften unterhalten sich nun lautstark. Wahrscheinlich machen sie sich gerade über uns Europäer lustig, die schon um 20:00 Uhr im Bett liegen. Und wären da mal nicht noch die 4 Chinesen, die über uns in ihren Betten lungern, sich unterhalten und in regelmäßigen Abständen den Schleim aus den Nasennebenhöhlen ziehen. Wobei sich das anhört, als ob die Nasennebenhöhlen irgendwo am anderen Ende des Körpers sitzen, so lange, wie die ziehen, und die Lautstärke!!!ARGH! Und da sind dann auch noch die 30 quengelnden, schreienden, laufenden, tobenden, immer am Bett vorbeihopsenden Kinder. STOP!!! Das sind nur Kinder! Lass die Kinder, Kinder sein! Okay, Entschuldigung, Kinder! Und wären da nicht noch die Raucher! Das Atmen unter der Bettdecke verspricht frischere Luft, als das Atmen im Raum.

Ach ja, wäre das „Alphabet rülpsen“ eine Disziplin bei der Olympiade, so hätten die Chinesen auch hier mindestens Gold!

21:45 Uhr: An der Situation hat sich nichts geändert. Wir beschließen erst einmal nicht zu schlafen. Es ist einfach sinnlos!

22:08 Uhr: Das Licht geht aus! Plötzlich kehrt eine ungewohnte Ruhe im Abteil ein. Es stinkt, man hört alle 30 Sekunden ein rotzen und wir können nicht schlafen. Na, Dankeschön!

Nachts: Die Nacht ist sehr ruhig verlaufen. Außer ein paar Pupsern war nicht viel zu hören. Aber da konnte man ein Auge zudrücken, denn die Armen auf dem obersten Regalen, die direkt unter der viel zu kalt eingestellten Klimaanlage lagen, mussten sich ja irgendwie unter der Bettdecke warm halten.5:00 Uhr: Es wird langsam Tag. Die ersten Hühnerbeinchen kommen zum Vorschein und werden fleißig gelutscht. Dazu wird an einer Dose mit dem süßesten Eistee ever geschlabbert. Yammi, yammi! Wir kennen kein schöneres Weckgeräusch! Die Landschaft hat sich über Nacht auch geändert: Berge, Grün, Schönheit pur!

6:45 Uhr: Weiterschlafen ist sinnlos! Aufwachphase gibt es nicht. Es kann gefrühstückt werden. Über unser Frühstück sind alle Chinesen erstaunt: O-Saft, Kaffe, Toastbrot, Schmierkäse, Marmelade und eine Banane! Wahnsinn, was ist das alles?

14:06 Uhr: Mit exakt 2 Stunden Verspätung trudelt unser Zug im süßen Guilin ein. Hier werden wir nun ein wenig in der Umgebung verweilen.

Unsere Zugfahrt ist im Groben und Ganzen ganz gut verlaufen. Besonders positiv wollen wir diese bewerten, weil es schon reicht, wenn sich ein Chinese zu dir setzt und sich versucht mit dir auf Englisch zu unterhalten. Dieses stellt alles Negative wieder in den Schatten! Auch die Kinder, die so neugierig sind, uns beobachten und so stolz sind, wenn sie uns einen Satz in Englisch sagen können! Wir wollten die Erfahrung, wir haben sie bekommen! Wir unternehmen diese Reise, um Menschen, Kulturen und Lebensweisen möglichst nah und echt zu erleben, hier hatten wir sie pur! Das Verrückte ist, dass dieser Trip, so widerlich es manchmal auch war, wir wollen nicht beginnen von den hygienischen Bedingungen auf der Toilette zu schreiben, die Chinesen irgendwie sympathischer für uns gemacht hat. Klingt seltsam, ist es auch! Wenn sich da mal nicht noch was entwickelt…

Raus aus dem Großstadtdjungel – Rein in den Affenstall

Wir berichten ganz exklusiv und beinahe live aus aller Welt! Jeder Menschenbürger auf dieser mittlerweile viel zu kleinen  Welt  soll die Möglichkeit haben unseren Blog zu lesen, zu genießen und regelmäßig zu verfolgen. Wir wollen den Leser dazu bringen gierig nach unseren Berichten zu sein! Wir wollen eine pro Tag-Klick-Quote erreichen, die alle andere Blogger in den Schatten stellt. Und dafür haben wir ein Rezept entwickelt. Ein Rezept, mit dem wir uns diesen gewünschten Erfolg erhoffen. Nun, was ist denn nun euer Rezept, ihr übermutigen mit null Reiseerfahrungen an den Start gegangenen Backpacker, wird sich der Eine oder Andere fragen, „Ganz einfach“ sagen wir! In unserem Blog wird kein Blatt vor den Mund genommen und außerdem wird jede Art von Zensur ausgelassen, wir sind schließlich keine Chinesen. Ok, nicht ganz, bei nackten Babyärschen, die uns hier überall vor die Linse gehalten werden, muss Zensur schon sein. Trotz alle dem wollen wir euch echte und authentische Berichte liefern.Und so wollen wir euch auch dieses Mal einen kleinen Bericht über unsere Erfahrung und Gefühle in dem chinesischen Nachtzug nicht vorenthalten.

Sicherlich kann sich noch irgendjemand an unsere Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn erinnern! Nein? Nun gut, ist nicht so schlimm. In unseren Berichten über die Transsibirische Eisenbahn haben wir uns darüber beklagt, dass wir die Platzkarten nicht ausprobiert haben. Hätten wir damals gewusst, dass wir schon bald die Möglichkeit in China haben werden, würden wir garantiert nicht meckern!

Chinas Schienennetz bietet den Zugreisenden ebenfalls die Möglichkeit mit dem nicht so schnellen Zug zu reisen. Bei langen Strecken hat man dann die Wahl zwischen „softsleeper“ und „hardslepper“. Im Prinzip das Gleiche, wie in Russland nur in Chinesisch. Wir sind ja harte und angeblich erfahrene Backpacker und wählen die günstigste Variante, nämlich den hardsleeper!1.600 km wir kommen! Die Fahrt war wirklich entspannt! Wohlgemerkt waren die ersten 2 Stunden recht entspannt. Man ist damit beschäftigt aus dem Fenster zu gucken und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus! Warum nur? Geschätzte 324829384732847 Wolkenkrater aus Stahlbeton schießen wie Pilze aus dem Boden. Nun wissen wir auch, warum China so viel Stahl benötigt!19:15 Uhr: Es ist bereits stockfinster draußen und das Rausgucken ist nun nicht mehr möglich. Was machen? Zähne putzen und schlafen gehen.

19:30 Uhr: Zähne glänzen im Mondscheinlicht, die harte Pritsche ist bettfertig, wir können uns schlafen legen!

19:35 Uhr: Die Bettdecke wird komplett über den Kopf gezogen.Es ist der reinste Horror! Im Gang sitzen zwei Chinesen bei ihrer Mahlzeit. Die Instantmahlzeiten werden mit Genuss auf barbarische Art und Weise verspeist, wie wir das nur aus den mittelalterlichen Geschichtsbüchern kennen! Hier kommen auch die abgekochten, in Plastik eingeschweißten Hühnerfüße zum Vorschein. Diese werden förmlich aus der kleinen Öffnung der Plastikummantellung herausgesaugt! Es wird lange und mit möglichst vielen Nebengeräuschen darauf herum gekaut, bis anschließend der ganze Fuß wieder ausgespuckt wird. Nebenbei wird der tropfende Schleim, welcher nicht auf natürliche Art und Weise raus wollte, mit der Faust aus dem Gesicht gewischt. Es ist wie mit einem Unfall, man will nicht hinschauen, muss aber irgendwie!19:45 Uhr: Laute Rülpser lassen das ganze Abteil wissen, dass es geschmeckt hat und die Herrschaften ihre Mahlzeit beendet haben! Es besteht nun die Hoffnung ein wenig die Augen zu drücken zu können. Aber nichts da. Die beiden Herrschaften unterhalten sich nun lautstark. Wahrscheinlich machen sie sich gerade über uns Europäer lustig, die schon um 20:00 Uhr im Bett liegen. Und wären da mal nicht noch die 4 Chinesen, die über uns in ihren Betten lungern, sich unterhalten und in regelmäßigen Abständen den Schleim aus den Nasennebenhöhlen ziehen. Wobei sich das anhört, als ob die Nasennebenhöhlen irgendwo am anderen Ende des Körpers sitzen, so lange, wie die ziehen, und die Lautstärke!!!ARGH! Und da sind dann auch noch die 30 quengelnden, schreienden, laufenden, tobenden, immer am Bett vorbeihopsenden Kinder. STOP!!! Das sind nur Kinder! Lass die Kinder, Kinder sein! Okay, Entschuldigung, Kinder! Und wären da nicht noch die Raucher! Das Atmen unter der Bettdecke verspricht frischere Luft, als das Atmen im Raum.

Ach ja, wäre das „Alphabet rülpsen“ eine Disziplin bei der Olympiade, so hätten die Chinesen auch hier mindestens Gold!

21:45 Uhr: An der Situation hat sich nichts geändert. Wir beschließen erst einmal nicht zu schlafen. Es ist einfach sinnlos!

22:08 Uhr: Das Licht geht aus! Plötzlich kehrt eine ungewohnte Ruhe im Abteil ein. Es stinkt, man hört alle 30 Sekunden ein rotzen und wir können nicht schlafen. Na, Dankeschön!

Nachts: Die Nacht ist sehr ruhig verlaufen. Außer ein paar Pupsern war nicht viel zu hören. Aber da konnte man ein Auge zudrücken, denn die Armen auf dem obersten Regalen, die direkt unter der viel zu kalt eingestellten Klimaanlage lagen, mussten sich ja irgendwie unter der Bettdecke warm halten.5:00 Uhr: Es wird langsam Tag. Die ersten Hühnerbeinchen kommen zum Vorschein und werden fleißig gelutscht. Dazu wird an einer Dose mit dem süßesten Eistee ever geschlabbert. Yammi, yammi! Wir kennen kein schöneres Weckgeräusch! Die Landschaft hat sich über Nacht auch geändert: Berge, Grün, Schönheit pur!

6:45 Uhr: Weiterschlafen ist sinnlos! Aufwachphase gibt es nicht. Es kann gefrühstückt werden. Über unser Frühstück sind alle Chinesen erstaunt: O-Saft, Kaffe, Toastbrot, Schmierkäse, Marmelade und eine Banane! Wahnsinn, was ist das alles?

14:06 Uhr: Mit exakt 2 Stunden Verspätung trudelt unser Zug im süßen Guilin ein. Hier werden wir nun ein wenig in der Umgebung verweilen.

Unsere Zugfahrt ist im Groben und Ganzen ganz gut verlaufen. Besonders positiv wollen wir diese bewerten, weil es schon reicht, wenn sich ein Chinese zu dir setzt und sich versucht mit dir auf Englisch zu unterhalten. Dieses stellt alles Negative wieder in den Schatten! Auch die Kinder, die so neugierig sind, uns beobachten und so stolz sind, wenn sie uns einen Satz in Englisch sagen können! Wir wollten die Erfahrung, wir haben sie bekommen! Wir unternehmen diese Reise, um Menschen, Kulturen und Lebensweisen möglichst nah und echt zu erleben, hier hatten wir sie pur! Das Verrückte ist, dass dieser Trip, so widerlich es manchmal auch war, wir wollen nicht beginnen von den hygienischen Bedingungen auf der Toilette zu schreiben, die Chinesen irgendwie sympathischer für uns gemacht hat. Klingt seltsam, ist es auch! Wenn sich da mal nicht noch was entwickelt…

15 Kommentare

Nancy Löwen

3 September , 2012 at 6:42 pm

Wie wiederlich ist das denn:( aber so lange Uhr noch lebt geht das ja :) tut mir echt leid für euch aber jetz habt ihr das hinter euch! Habt ihr die Händchenfüße auch probiert? ;)

RenArtis

6 September , 2012 at 4:24 am

Nee, die Hähnchenfüße wollten wir dann doch nicht probieren! ;-) Und Pansen ist unser bester Freund, auf den hören wir immer!

dennis

29 August , 2012 at 1:47 pm

Sounds great... Ach ja... an welche Email soll ich ein Foto vom Fahrrad schicken? ;)

RenArtis

29 August , 2012 at 2:24 pm

Egal. Wir bekommen sie alle!

Mitleidender

29 August , 2012 at 1:23 pm

:-) Na also geht doch! Endlich kommt Ihr mit den guten Sachen aus China rüber :-) Ich habe herzlich gelacht und direkt einen China-Flashback gehabt. Weiter so genießt die grandiosen Karstlandschaften.

RenArtis

29 August , 2012 at 2:29 pm

Na mit den richtig guten Sachen kommt man ja auch immer erst kurz vor Schluss. Es könnte natürlich noch besser sein. Aber das sollen die Leser evtl. selbst bei einer Chinareise herausfinden/ erleben. Stichwort "Public Toilet" aber wäre eigentlich ein eigener Artikel wert.

Mana

29 August , 2012 at 10:52 am

Haha köstlich!! :-) Wir freuen uns jetzt schon! Ihr seit def. mein neuer Lieblings-Blog nachdem "Jonny" ja leider seine Reise beendet hat! :-)

RenArtis

29 August , 2012 at 12:18 pm

Wow, das hören wir echt gern! :-)

RenArtis

29 August , 2012 at 12:18 pm

Danke, Uwe! :-)

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