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Sightseeing – aber wie?
China

Sightseeing – aber wie?

Wir sind mitten in Peking, im Süden sehen wir die roten Dächer der Verbotenen Stadt und haben einen 360° Blick über die Skyline Pekings und direkt vor uns spielt sich folgendes Szenario ab: Ein Mann, sein Sohn und eine Frau, scheinbar eine normale chinesische Familie. Doch irgendwas ist anders! Der Sohn und der Vater gehen sehr vertraut mit einander um, die Frau scheint nicht dazu zu gehören. Angestrengt versuchen Vater und Sohn sich mit der Frau zu unterhalten, bis sie merken, dass diese taubstumm ist. Schnell werden Zettel und Stift rausgeholt, man versucht es mit chinesischer Schrift, aber vergebens. Die augenscheinlich chinesische Frau kann nur wenige Brocken chinesisch! Also ist das Englisch des kleinen Jungen gefragt! Mit vielen Rechtschreibfehlern wird wie in der 3. Klasse „How olt are yu?“, auf das zerknitterte Blatt geschrieben. „37“, die Antwort der Frau. Auf die Frage: „How old are you?“, antwortet der Vater:  „46.” „Is it your son?“, „How old is he?”, “Do yu have son, or doter?”, “How long do you stay in Beijing?”… Ein reges Gespräch auf dem Blatt findet statt und alle drei strahlen über das ganze Gesicht, als zum Schluss im Lichte des Sonnenunterganges die Telefonnummern ausgetauscht werden. *Dahinschmelz, wie romantisch*Aber jetzt mal zurück zu unserem Alltag: Größtenteils haben wir die Stadt mit der Metro besichtigt, weil sie einfach nur wahnsinnig groß ist und es irgendwo hier zum Lifestyle dazu gehört. Zu Fuß wäre das Ganze aber auch nicht zu bewältigen, vor allem nicht bei dieser Hitze! Ein Spaziergang mal gerade um den Block entpuppt sich als ein schweißtreibender Horrotrip von mindestens einer Stunde. Aber was tun? Wie kann man günstig und möglichst flexibel und auf eigene Faust diese Stadt erkunden? Uns sind am ersten Tag hier schon die wunderbaren Fahrradwege aufgefallen! Was’n Luxus!Aber zu den Fahrradwegen gehört zum einen das Rad und zum anderen der Fahrer, der hier in Peking auf jeden Fall einen gewissen Grad an Verrücktheit besitzen muss, um sich in dieses Chaos zu stürzen! Wir sind dafür genau richtig, also nur her mit dem Drahtesel! Für 5 € zwei Bikes für nen ganzen Tag ist ja wohl nicht zu viel verlangt, oder?Ein paar Regeln für den Straßenverkehr in Peking und Deine Tour wird unvergesslich:

1. Du muss wissen, wo Du hin willst! (Steck Dir eine Route!)
2. Zebrastreifen gelten hier nicht! Eine der Importe aus Europa, deren Sinn hier nicht verstanden wurde!
3. Es gilt immer rechts vor links, auch bei ROT! Rechtsabbieger haben nie rot!
4. Du musst schneller sein, als der Bus, ansonsten kann man Dich von der Straße kratzen! Am besten an die chinesischen Rad- oder Rollerfahrer heften und Du bist auf der sicheren Seite. Meistens zumindest!
5. Fahre selbstsicher! Als wenn Du einen Schutzanzug tragen würdest!
6. Wer bremst, verliert!
7. Schone nicht Deine Klingel! Solltest Du keine besitzen, schrei! Du fällst sowieso auf!
8. Benutze keine Fußgängerunterführungen, Radfahrer haben hier nichts verloren! Nehme lieber den Umweg von 2 km in Kauf!
9. Nutze jede Gelegenheit, um die Straßen zu überqueren. Auf die Gelegenheit warten ist sinnlos!
10. Genieße die Fahrt, solange Du lebst! 😉Und falls ihr euch unterwegs wie bei der Tour de France fühlt und die Leute in Massen hinter einem weißen, kinnhohen (zumindest bei den Chinesen) Zaun stehen und „Dir“ zujubeln“, dann bist Du NICHT bis nach Frankreich geradelt, sondern die Entflaggung des Tianmen Squares steht an! Das bedeutet, dass die 14-spurige Hauptstraße + 8 Spuren Fahrradweg für ein paar Minuten gesperrt wird, ein paar grüne Fuzzis über die Straße rennen, die Flagge zu Bett bringen und zig Tausend Chinesen ihre Fotoapparate zücken, um ein Foto zu schießen! Dieses Spektakel ereignet sich JEDEN Morgen und JEDEN Abend! Freiwillig muss man sich das nicht unbedingt antun, wir sind da aus Versehen hineingeraten…Nein, jetzt mal ehrlich! Die Stadt mit dem Rad zu erkunden ist wirklich eine super Sache, die wir nur jedem empfehlen können, wenn man die Möglichkeit hat! Man sieht eindeutig mehr, als aus der Metro und man spürt den Flair dieser verrückten Stadt!Abends beginnt die Stadt, zumindest im Sommer, so richtig zu pulsieren und es ist ein wirkliches Spektakel auf die Straße rauszugehen, die Gourmetmeile zu erleben und mit allen Sinnen zu genießen! Vor angesagten Restaurants sitzen die Leute Schlange und warten darauf endlich einen Platz zu bekommen. Auch die Menschen scheinen sich zu beruhigen, sie sind gelassener, wir Touris werden bei Dunkel nicht mehr von irgendwelchen Lästigen „Where are you from? Have you seen the Great Wall?“ belästigt, denn es ist dunkel und keiner sieht, dass wir anders sind.

Zum Schluss bleibt uns mal wieder nur folgendes zu sagen: Man sollte immer dann gehen, wenn es am Schönsten ist! Wir haben wirklich angefangen, diese Stadt zu lieben, weil wir hier noch verrückter und freier sein können, als die Chinesen, zumindest haben wir uns dieses Recht einfach mal genommen! Da unsere Karte jetzt sowieso entzwei ist, haben wir auch keine andere Wahl, als Peking zu verlassen!Ach ja, habt ihr gewusst, dass hier fotografieren an wahnsinnig vielen Orten, streng verboten ist? Wir haben Kopf und Kragen riskiert, um für euch ein paar Bilder zu schießen! Hier habt ihr sie:

Sightseeing – aber wie?
China

Sightseeing – aber wie?

Wir sind mitten in Peking, im Süden sehen wir die roten Dächer der Verbotenen Stadt und haben einen 360° Blick über die Skyline Pekings und direkt vor uns spielt sich folgendes Szenario ab: Ein Mann, sein Sohn und eine Frau, scheinbar eine normale chinesische Familie. Doch irgendwas ist anders! Der Sohn und der Vater gehen sehr vertraut mit einander um, die Frau scheint nicht dazu zu gehören. Angestrengt versuchen Vater und Sohn sich mit der Frau zu unterhalten, bis sie merken, dass diese taubstumm ist. Schnell werden Zettel und Stift rausgeholt, man versucht es mit chinesischer Schrift, aber vergebens. Die augenscheinlich chinesische Frau kann nur wenige Brocken chinesisch! Also ist das Englisch des kleinen Jungen gefragt! Mit vielen Rechtschreibfehlern wird wie in der 3. Klasse „How olt are yu?“, auf das zerknitterte Blatt geschrieben. „37“, die Antwort der Frau. Auf die Frage: „How old are you?“, antwortet der Vater:  „46.” „Is it your son?“, „How old is he?”, “Do yu have son, or doter?”, “How long do you stay in Beijing?”… Ein reges Gespräch auf dem Blatt findet statt und alle drei strahlen über das ganze Gesicht, als zum Schluss im Lichte des Sonnenunterganges die Telefonnummern ausgetauscht werden. *Dahinschmelz, wie romantisch*Aber jetzt mal zurück zu unserem Alltag: Größtenteils haben wir die Stadt mit der Metro besichtigt, weil sie einfach nur wahnsinnig groß ist und es irgendwo hier zum Lifestyle dazu gehört. Zu Fuß wäre das Ganze aber auch nicht zu bewältigen, vor allem nicht bei dieser Hitze! Ein Spaziergang mal gerade um den Block entpuppt sich als ein schweißtreibender Horrotrip von mindestens einer Stunde. Aber was tun? Wie kann man günstig und möglichst flexibel und auf eigene Faust diese Stadt erkunden? Uns sind am ersten Tag hier schon die wunderbaren Fahrradwege aufgefallen! Was’n Luxus!Aber zu den Fahrradwegen gehört zum einen das Rad und zum anderen der Fahrer, der hier in Peking auf jeden Fall einen gewissen Grad an Verrücktheit besitzen muss, um sich in dieses Chaos zu stürzen! Wir sind dafür genau richtig, also nur her mit dem Drahtesel! Für 5 € zwei Bikes für nen ganzen Tag ist ja wohl nicht zu viel verlangt, oder?Ein paar Regeln für den Straßenverkehr in Peking und Deine Tour wird unvergesslich:

1. Du muss wissen, wo Du hin willst! (Steck Dir eine Route!)
2. Zebrastreifen gelten hier nicht! Eine der Importe aus Europa, deren Sinn hier nicht verstanden wurde!
3. Es gilt immer rechts vor links, auch bei ROT! Rechtsabbieger haben nie rot!
4. Du musst schneller sein, als der Bus, ansonsten kann man Dich von der Straße kratzen! Am besten an die chinesischen Rad- oder Rollerfahrer heften und Du bist auf der sicheren Seite. Meistens zumindest!
5. Fahre selbstsicher! Als wenn Du einen Schutzanzug tragen würdest!
6. Wer bremst, verliert!
7. Schone nicht Deine Klingel! Solltest Du keine besitzen, schrei! Du fällst sowieso auf!
8. Benutze keine Fußgängerunterführungen, Radfahrer haben hier nichts verloren! Nehme lieber den Umweg von 2 km in Kauf!
9. Nutze jede Gelegenheit, um die Straßen zu überqueren. Auf die Gelegenheit warten ist sinnlos!
10. Genieße die Fahrt, solange Du lebst! 😉Und falls ihr euch unterwegs wie bei der Tour de France fühlt und die Leute in Massen hinter einem weißen, kinnhohen (zumindest bei den Chinesen) Zaun stehen und „Dir“ zujubeln“, dann bist Du NICHT bis nach Frankreich geradelt, sondern die Entflaggung des Tianmen Squares steht an! Das bedeutet, dass die 14-spurige Hauptstraße + 8 Spuren Fahrradweg für ein paar Minuten gesperrt wird, ein paar grüne Fuzzis über die Straße rennen, die Flagge zu Bett bringen und zig Tausend Chinesen ihre Fotoapparate zücken, um ein Foto zu schießen! Dieses Spektakel ereignet sich JEDEN Morgen und JEDEN Abend! Freiwillig muss man sich das nicht unbedingt antun, wir sind da aus Versehen hineingeraten…Nein, jetzt mal ehrlich! Die Stadt mit dem Rad zu erkunden ist wirklich eine super Sache, die wir nur jedem empfehlen können, wenn man die Möglichkeit hat! Man sieht eindeutig mehr, als aus der Metro und man spürt den Flair dieser verrückten Stadt!Abends beginnt die Stadt, zumindest im Sommer, so richtig zu pulsieren und es ist ein wirkliches Spektakel auf die Straße rauszugehen, die Gourmetmeile zu erleben und mit allen Sinnen zu genießen! Vor angesagten Restaurants sitzen die Leute Schlange und warten darauf endlich einen Platz zu bekommen. Auch die Menschen scheinen sich zu beruhigen, sie sind gelassener, wir Touris werden bei Dunkel nicht mehr von irgendwelchen Lästigen „Where are you from? Have you seen the Great Wall?“ belästigt, denn es ist dunkel und keiner sieht, dass wir anders sind.

Zum Schluss bleibt uns mal wieder nur folgendes zu sagen: Man sollte immer dann gehen, wenn es am Schönsten ist! Wir haben wirklich angefangen, diese Stadt zu lieben, weil wir hier noch verrückter und freier sein können, als die Chinesen, zumindest haben wir uns dieses Recht einfach mal genommen! Da unsere Karte jetzt sowieso entzwei ist, haben wir auch keine andere Wahl, als Peking zu verlassen!Ach ja, habt ihr gewusst, dass hier fotografieren an wahnsinnig vielen Orten, streng verboten ist? Wir haben Kopf und Kragen riskiert, um für euch ein paar Bilder zu schießen! Hier habt ihr sie:

3 Kommentare

Thomas

13 September , 2012 at 10:30 am

Habe die Erfahrungen über China mit Spannung gelesen (war im August ebenso in China und zu gleichen Tagen in Qingdao). Interessante Erfahrungen. Ich bin schon seit 12 Jahren in China unterwegs und kann einiges bestätigen. Jedoch in diesem Post, kann ich das mit dem Fotografieren gar nicht nachvollziehen (oder war es als Scherz gemein?). Weiterhin viel Spass. Bei Interesse: http://reisenundessen.jimdo.com/

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