Menu

A

|

A

Tag 32
Portugal

Tag 32

Standort: Peniche
Wetter: 21°C ☼
Wellen: 2,5 m
Kiddies: Musterkinder
Eltern: easy surfing

Noch am selben Abend versöhne ich mich mit Matteo. Der Streit, das Geschrei und die Wutanfälle sind vergessen und Schnee von gestern. Ein Grundsatz, den wir als Familie nach Möglichkeit wahren wollen: Gehe niemals unversöhnt schlafen. Und bevor wir uns ins Bett legen, gehe ich Hand in Hand mit Matteo zur Toilette. Auf dem Weg dorthin bemerke ich in der Waschküche einen kleinen Weltempfänger. Es läuft ein britischer Nachrichtendienst. Nachdem wir Männer unsere Geschäfte erledigt haben und die Zähne geputzt sind, geht es gleich ins Bett. Während Renate die Kinder in den Schlaf begleitet, mache ich mich auf und gehe mit dem dreckigen Geschirr wieder hoch zur Waschküche. Es beginnt zu regnen. Der Weltempfänger steht immer noch da. Ich habe die Tage hier niemanden gesehen, der sich in der Waschküche so lange aufhält. Ich gehe zielstrebig zu meinem Waschbecken. Nach 3 Tagen am selben Ort, schleichen sich Gewohnheiten und Routine bei uns ein und es fühlt sich auch noch irgendwie gut an. In der anderen Ecke der Waschküche steht ein dunkelhaariger und bärtiger junge Mann und wäscht ebenfalls ab. Er lächelt freundlich und begrüßt mich. Es scheint so, als gehöre der verbeulte und zerkratzte kleine Weltempfänger ihm.

Wir verwickeln uns sofort in einen Smal-Talk. Schnell finde ich heraus, dass der bärtige Typ mit dem Fahrrad unterwegs ist. Ich werde neugierig: „Was ist dein Ziel?“ Der haarige Drahtesel antwortet bescheiden: „Südafrika.“ Dabei leuchten seine Augen auf. Mir fällt das Geschirrtuch auf den Boden. „Ich will mehr wissen!“ Der Radler reicht mir ein Stück seiner Tafel Schokolade und erzählt mir seine Story.

Auf dem Campingplatz

Voller Neugierde lade ich meinen Freund auf einen Becher Wein ein. Er nimmt die Einladung an: „Seit 25 Tagen habe ich keine Gesellschaft mehr gehabt!„, entgegnet er mir. Im Regen laufen wir schnell rüber zum Dicken. Wir sitzen lange in unserem Bus unterhalten uns über Gott und die Welt und trinken Wein, bis alle müde davon werden. „Wie heißt du eigentlich?“ „Ich heiße Jack!„, antwortet er mir und streckt mir die Hand entgegen. „Ich heiße Artis!„, komme ihm entgegen. „Gute Nacht, wir sehen uns dann morgen früh!“ Jack hat Schwierigkeiten sich auf den Beinen zu halten, doch er schafft es sicher in sein Einmannzelt. Es ist tief in der Nacht.

Am nächsten Morgen kommt Jack fertig gepackt zu uns rüber. Scheint einen fitten Eindruck zu machen. Er ist immer noch sehr froh über den geselligen Abend. Er drückt mir zwei Teebeutel in die Hand. „Echter englischer Tee, für dich und deine Frau!“ Dieses persönliche Geschenk geht mir unter die Haut. Jack hat nicht viel mit für seinen Trip und er hat auch nicht das größte Budget für seine Reise. Aber er hat sich dennoch Gedanken gemacht uns ein kleines Dankeschön zu überreichen. Ein Dankeschön, welches augenscheinlich klein ist, aber lange in Erinnerung bleibt. Ich schieße von Jack noch schnell ein Foto und weg ist er. „Und ruf mal bei Gelegenheit deine Mama an!„, ruft Renate noch hinterher.  Inspirierend dieser Typ. Ohne Kamera und Schnick Schnack. Er hat einen Weltempfänger und ein Notfall- Handy, mit dem er seine Mom anrufen kann. Seine Abenteuer notiert er sich in einem Tagebuch und Bilder speichert er im Kopf.

Jack unser neue Freund

Mittags bin ich wieder im Wasser. Die Wellen sind heute sehr rau und teilweise auch ganz schön hoch für mich Anfänger. Ich merke es, als ich kopfüber auf dem Brett liegend runter blicke und sich die Welle über mir überschlägt. Zumindest bilde ich mir dieses Bild im selben Moment ein. Im nächsten Moment ist es nicht besonders rosig bei mir. Ich werde Unterwasser durchgeknetet, während mein Brett Meter hoch in die Luft schießt und die Leine von meinem Bein abreist. In diesem Moment hasse ich surfen.

 

Tag 32
Portugal

Tag 32

Standort: Peniche
Wetter: 21°C ☼
Wellen: 2,5 m
Kiddies: Musterkinder
Eltern: easy surfing

Noch am selben Abend versöhne ich mich mit Matteo. Der Streit, das Geschrei und die Wutanfälle sind vergessen und Schnee von gestern. Ein Grundsatz, den wir als Familie nach Möglichkeit wahren wollen: Gehe niemals unversöhnt schlafen. Und bevor wir uns ins Bett legen, gehe ich Hand in Hand mit Matteo zur Toilette. Auf dem Weg dorthin bemerke ich in der Waschküche einen kleinen Weltempfänger. Es läuft ein britischer Nachrichtendienst. Nachdem wir Männer unsere Geschäfte erledigt haben und die Zähne geputzt sind, geht es gleich ins Bett. Während Renate die Kinder in den Schlaf begleitet, mache ich mich auf und gehe mit dem dreckigen Geschirr wieder hoch zur Waschküche. Es beginnt zu regnen. Der Weltempfänger steht immer noch da. Ich habe die Tage hier niemanden gesehen, der sich in der Waschküche so lange aufhält. Ich gehe zielstrebig zu meinem Waschbecken. Nach 3 Tagen am selben Ort, schleichen sich Gewohnheiten und Routine bei uns ein und es fühlt sich auch noch irgendwie gut an. In der anderen Ecke der Waschküche steht ein dunkelhaariger und bärtiger junge Mann und wäscht ebenfalls ab. Er lächelt freundlich und begrüßt mich. Es scheint so, als gehöre der verbeulte und zerkratzte kleine Weltempfänger ihm.

Wir verwickeln uns sofort in einen Smal-Talk. Schnell finde ich heraus, dass der bärtige Typ mit dem Fahrrad unterwegs ist. Ich werde neugierig: „Was ist dein Ziel?“ Der haarige Drahtesel antwortet bescheiden: „Südafrika.“ Dabei leuchten seine Augen auf. Mir fällt das Geschirrtuch auf den Boden. „Ich will mehr wissen!“ Der Radler reicht mir ein Stück seiner Tafel Schokolade und erzählt mir seine Story.

Auf dem Campingplatz

Voller Neugierde lade ich meinen Freund auf einen Becher Wein ein. Er nimmt die Einladung an: „Seit 25 Tagen habe ich keine Gesellschaft mehr gehabt!„, entgegnet er mir. Im Regen laufen wir schnell rüber zum Dicken. Wir sitzen lange in unserem Bus unterhalten uns über Gott und die Welt und trinken Wein, bis alle müde davon werden. „Wie heißt du eigentlich?“ „Ich heiße Jack!„, antwortet er mir und streckt mir die Hand entgegen. „Ich heiße Artis!„, komme ihm entgegen. „Gute Nacht, wir sehen uns dann morgen früh!“ Jack hat Schwierigkeiten sich auf den Beinen zu halten, doch er schafft es sicher in sein Einmannzelt. Es ist tief in der Nacht.

Am nächsten Morgen kommt Jack fertig gepackt zu uns rüber. Scheint einen fitten Eindruck zu machen. Er ist immer noch sehr froh über den geselligen Abend. Er drückt mir zwei Teebeutel in die Hand. „Echter englischer Tee, für dich und deine Frau!“ Dieses persönliche Geschenk geht mir unter die Haut. Jack hat nicht viel mit für seinen Trip und er hat auch nicht das größte Budget für seine Reise. Aber er hat sich dennoch Gedanken gemacht uns ein kleines Dankeschön zu überreichen. Ein Dankeschön, welches augenscheinlich klein ist, aber lange in Erinnerung bleibt. Ich schieße von Jack noch schnell ein Foto und weg ist er. „Und ruf mal bei Gelegenheit deine Mama an!„, ruft Renate noch hinterher.  Inspirierend dieser Typ. Ohne Kamera und Schnick Schnack. Er hat einen Weltempfänger und ein Notfall- Handy, mit dem er seine Mom anrufen kann. Seine Abenteuer notiert er sich in einem Tagebuch und Bilder speichert er im Kopf.

Jack unser neue Freund

Mittags bin ich wieder im Wasser. Die Wellen sind heute sehr rau und teilweise auch ganz schön hoch für mich Anfänger. Ich merke es, als ich kopfüber auf dem Brett liegend runter blicke und sich die Welle über mir überschlägt. Zumindest bilde ich mir dieses Bild im selben Moment ein. Im nächsten Moment ist es nicht besonders rosig bei mir. Ich werde Unterwasser durchgeknetet, während mein Brett Meter hoch in die Luft schießt und die Leine von meinem Bein abreist. In diesem Moment hasse ich surfen.

 

Noch gibt es keine Kommentare

Du hast etwas auf dem Herzen?

Bist du höflich und nett,
wird deine Email-Adresse nicht veröffentlicht!