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Verpflichtungen
Cornwall

Verpflichtungen

„Ihr macht alles richtig!“, haben wir oft gehört. „Genießt die Zeit und geht auf Reisen, solange es geht! Solange ihr noch keine Verpflichtungen habt…“ Aber klar doch! Wir genossen und genießen immer noch was das Zeug hält und gehen auf Reise. Aber was meinten sie bloß mit Verpflichtungen?

Angeblich machten wir bis vor Kurzem alles richtig. Wohl bemerkt, bis vor Kurzem – als wir ein Kind bekamen.

Kurzreise nach England?
Cornwall?
Im Auto leben?
Für zwei Wochen?
Ja, für zwei Wochen oder auch länger!
Wie wollt ihr das anstellen und vor allem mit Kind? Überlegt es euch gut! Ihr seid nun Eltern und tragt eine Menge Verantwortung! Und das Kind ist doch erst gerade mal wie alt?
7 Wochen!
Nein, ihr seid doch echt krank! Denkt an eure Verpflichtungen!
Verantwortungslos?

DCIM112GOPROIn letzter Zeit beobachten wir, dass die Allgemeinheit recht skeptisch reagiert, wenn wir offen über unsere Zukunftspläne sprechen. Gerade im Bezug auf das Reisen wollen einige uns des Besseren belehren und versuchen uns zu überreden das Haus mit Kind nicht zu verlassen. Wir müssen wissen: Die große, weite Welt birgt so viele Gefahren, meinen etliche. Krankheiten lauern überall und böse Menschen wollen uns Schaden anrichten.
Stimmt! Wir haben ja jetzt ein Kind und alle sind plötzlich noch schlechter als schlecht und haben es auf uns abgesehen – besonders auf das Kind.

Der kleine MattUnsere Mitmenschen machen sich Sorgen! Unserer Meinung nach sind es (z.T.) unberechtigte Sorgen. Und damit wollen wir nicht sagen, dass wir etwa verantwortungslose Eltern sind oder solche werden wollen. Klar, wir wollen nur das Beste für unser Kind und würden unseren Bub nicht unnötigen Gefahren aussetzen. Aber warum all die Sorgen? Ist die Welt wirklich so gefährlich? Und sind wir etwa nicht in der Lage zu erkennen, was unserem Bub mit seinen bereits 7 Wochen (während der Cornwallreise) gefällt und was nicht?

Telefonzelle 2-2 TelefonzelleVorab: Die erste „kleine Reise“ nach Cornwall hat der Kleine super mitgemacht! So bald der Motor brummte, wurden alle Sinne geschärft. Die Sicht durch das Autoglas musste stets frei sein! Und die Räder mussten immer in Bewegung bleiben, ansonsten wurde jemand nörgelig. Die ersten 2500 km in seinem Leben hat er mit Bravur gemeistert.

Außerhalb des Autos hat er die ständige Frischluft genossen. Windgeschützt eingepackt hat er sogar die raue See mit uns genießen können, auch wenn er dabei immer eingeschlafen ist – das zeugt wohl davon, dass es ihm gut geht, oder? Sogar die Nächte im Camper hat er gut weggesteckt. Bei nächtlichen Temperaturen im einstelligen Bereich, hat er zwischen Mama und Papa geschlafen wie ein Murmeltier – länger und fester als zu Hause. Von einer Erkältung fehlten bis letzte Woche jegliche Spuren. Doch am liebsten, mochte er längere Spaziergänge an den endlos langen Stränden. Und Wanderungen liebt der Kleine ungemein! Besonders dann, wenn sich seine Eltern in der Abenddämmerung verlaufen und den Weg zum Campingplatz nicht finden! Und immer wenn er im Kinderwagen geschoben wurde, merkten wir, dass er es aufregend findet, die vorbeiziehenden grünen Äste zu beobachten. Im Supermarkt verzaubert er die Damenwelt und  Männer müssen um ihre Frauen fürchten.

Panorama Lifeguard FitnessstudioWir haben uns dazu verpflichtet, unserem Kind die schöne, weite Welt zu zeigen!

SteilküsteEr soll sie nicht hinter einem 60 Zoll Bildschirm entdecken. Oder auf einem tragbarem Smartgerät. Wir haben uns dazu verpflichtet, unsere Reiseziele besser auszuwählen, sodass der Lütte voll versorgt werden kann. Wir haben uns dazu verpflichtet, langsamer und rücksichtsvoller zu reisen. Wir haben uns dazu verpflichtet, stets für das beste Wohl des Kindes zu sorgen. Wir haben uns dazu verpflichtet, es zu lieben und ihn überall hin mitzunehmen. Oder welche Verpflichtungen meint die Allgemeinheit?

Sonnenuntergang Bei Ebbe Ein letzter SpatziergangUnd dann sagen viele zum Schluss: Wenn ihr aber noch mehr Kinder haben werdet, wird es wirklich aus sein mit dem Reisen!

Wirklich?

 

Verpflichtungen
Cornwall

Verpflichtungen

„Ihr macht alles richtig!“, haben wir oft gehört. „Genießt die Zeit und geht auf Reisen, solange es geht! Solange ihr noch keine Verpflichtungen habt…“ Aber klar doch! Wir genossen und genießen immer noch was das Zeug hält und gehen auf Reise. Aber was meinten sie bloß mit Verpflichtungen?

Angeblich machten wir bis vor Kurzem alles richtig. Wohl bemerkt, bis vor Kurzem – als wir ein Kind bekamen.

Kurzreise nach England?
Cornwall?
Im Auto leben?
Für zwei Wochen?
Ja, für zwei Wochen oder auch länger!
Wie wollt ihr das anstellen und vor allem mit Kind? Überlegt es euch gut! Ihr seid nun Eltern und tragt eine Menge Verantwortung! Und das Kind ist doch erst gerade mal wie alt?
7 Wochen!
Nein, ihr seid doch echt krank! Denkt an eure Verpflichtungen!
Verantwortungslos?

DCIM112GOPROIn letzter Zeit beobachten wir, dass die Allgemeinheit recht skeptisch reagiert, wenn wir offen über unsere Zukunftspläne sprechen. Gerade im Bezug auf das Reisen wollen einige uns des Besseren belehren und versuchen uns zu überreden das Haus mit Kind nicht zu verlassen. Wir müssen wissen: Die große, weite Welt birgt so viele Gefahren, meinen etliche. Krankheiten lauern überall und böse Menschen wollen uns Schaden anrichten.
Stimmt! Wir haben ja jetzt ein Kind und alle sind plötzlich noch schlechter als schlecht und haben es auf uns abgesehen – besonders auf das Kind.

Der kleine MattUnsere Mitmenschen machen sich Sorgen! Unserer Meinung nach sind es (z.T.) unberechtigte Sorgen. Und damit wollen wir nicht sagen, dass wir etwa verantwortungslose Eltern sind oder solche werden wollen. Klar, wir wollen nur das Beste für unser Kind und würden unseren Bub nicht unnötigen Gefahren aussetzen. Aber warum all die Sorgen? Ist die Welt wirklich so gefährlich? Und sind wir etwa nicht in der Lage zu erkennen, was unserem Bub mit seinen bereits 7 Wochen (während der Cornwallreise) gefällt und was nicht?

Telefonzelle 2-2 TelefonzelleVorab: Die erste „kleine Reise“ nach Cornwall hat der Kleine super mitgemacht! So bald der Motor brummte, wurden alle Sinne geschärft. Die Sicht durch das Autoglas musste stets frei sein! Und die Räder mussten immer in Bewegung bleiben, ansonsten wurde jemand nörgelig. Die ersten 2500 km in seinem Leben hat er mit Bravur gemeistert.

Außerhalb des Autos hat er die ständige Frischluft genossen. Windgeschützt eingepackt hat er sogar die raue See mit uns genießen können, auch wenn er dabei immer eingeschlafen ist – das zeugt wohl davon, dass es ihm gut geht, oder? Sogar die Nächte im Camper hat er gut weggesteckt. Bei nächtlichen Temperaturen im einstelligen Bereich, hat er zwischen Mama und Papa geschlafen wie ein Murmeltier – länger und fester als zu Hause. Von einer Erkältung fehlten bis letzte Woche jegliche Spuren. Doch am liebsten, mochte er längere Spaziergänge an den endlos langen Stränden. Und Wanderungen liebt der Kleine ungemein! Besonders dann, wenn sich seine Eltern in der Abenddämmerung verlaufen und den Weg zum Campingplatz nicht finden! Und immer wenn er im Kinderwagen geschoben wurde, merkten wir, dass er es aufregend findet, die vorbeiziehenden grünen Äste zu beobachten. Im Supermarkt verzaubert er die Damenwelt und  Männer müssen um ihre Frauen fürchten.

Panorama Lifeguard FitnessstudioWir haben uns dazu verpflichtet, unserem Kind die schöne, weite Welt zu zeigen!

SteilküsteEr soll sie nicht hinter einem 60 Zoll Bildschirm entdecken. Oder auf einem tragbarem Smartgerät. Wir haben uns dazu verpflichtet, unsere Reiseziele besser auszuwählen, sodass der Lütte voll versorgt werden kann. Wir haben uns dazu verpflichtet, langsamer und rücksichtsvoller zu reisen. Wir haben uns dazu verpflichtet, stets für das beste Wohl des Kindes zu sorgen. Wir haben uns dazu verpflichtet, es zu lieben und ihn überall hin mitzunehmen. Oder welche Verpflichtungen meint die Allgemeinheit?

Sonnenuntergang Bei Ebbe Ein letzter SpatziergangUnd dann sagen viele zum Schluss: Wenn ihr aber noch mehr Kinder haben werdet, wird es wirklich aus sein mit dem Reisen!

Wirklich?

 

22 Kommentare

Fründ

12 Januar , 2015 at 8:55 am

Das ist toll. Ein so kleines Menschlein kann ja auch gut noch getragen werden. Wenn es pflegeleicht ist, ist so ein gemeinsamer Urlaub kurz nach der Geburt ne Wucht. Aber ich glaube, Ihr seid da echt eher eine Ausnahme als die Regel. Nicht alle kommen so entspannt zurecht in den ersten Wochen. Darum finden es die "Anteilnehmenden" auch so unglaublich. Viele treffen ihre "Voraussagen" ja auch immer ein bißchen auf der Basis von eigenen Erfahrungen. Auf welcher Basis auch sonst? ;-) Freut Euch und genießt es!!! Herzliche Grüße Tanja

RenArtis

16 Januar , 2015 at 3:21 pm

Genau, liebe Tanja, jedem das seine. Uns hat der Urlaub sehr gut getan! :-)

Miriam

17 Dezember , 2014 at 12:44 pm

Genisst die Zeit. Die kleinen sind so schnell groß. Wir haben unsere zwei Kinder (jetzt schon 2,5 und 1 jahr alt) auch überall hin mitgenommen. Spanien, Schweiz oder letzten Sommer Kanada. Ich möchte Sie nicht missen.

RenArtis

17 Dezember , 2014 at 6:16 pm

Unsere Hebamme gab uns folgenden Rat: Die Kinder kommen in euer Leben, nicht ihr in das der Kinder. Ist tatsächlich so. Klar, nicht immer realistisch und umsetzbar. Aber wir versuchen es so weit wie möglich, so zu handhaben. ;-)

Christian

7 Dezember , 2014 at 2:42 pm

"Wir haben uns dazu verpflichtet, unserem Kind die schöne, weite Welt zu zeigen!" ---> Das trifft es so ziemlich auf den Punkt! Eltern die ihre Kinder im wohlgehüteten Haus halten und ja nicht selbst Erfahrungen machen lassen, da diese ja auch mal weniger positiv sein mögen, verstecken die Kinder vor der Welt bzw. die Welt vor den Kindern! Es gibt deutlich mehr als der Ort mit Kindergarten/Schule und evtl. mal der Wochenendausflug. Kinder sind neugierig und wollen sehen und lernen. Kinder die Erfahrungen sammeln und andere Länder und Kulturen kennen lernen, werden zu toleranten und aufgeschlossenen Menschen erzogen! Wer die Welt nicht kennt, der übernimmt gerne Meinungen und Ansichten anderer und daraus ergibt sich niemals Toleranz. Macht weiter so und lasst euch das nicht kaputt reden!

RenArtis

14 Dezember , 2014 at 8:32 pm

Da wirst du wohl Recht haben! Aber wir tolerieren und akzeptieren auch die, welche das wohl gehütete Haus bevorzugen! ;-)

naehmannsland

17 Oktober , 2014 at 12:36 pm

Wow, was für ein toller Text, der mal wieder Gänsehaut macht :-) Ihr macht alles richtig! Die meisten die zweifeln, sind auch die, die eigentlich neidisch sind und vielleicht den Mut nicht haben, den ihr habt! Weitermachen!!!! Grüße

RenArtis

21 November , 2014 at 9:14 pm

Wir hoffen, dass wir denen, die keinen Mut haben, genug Mut zusprechen können! :-)

Dennis Möller

17 Oktober , 2014 at 7:00 am

Weiter so. Reisen bildet, auch in dem Alter. :-) Gruß aus der Nachbarstadt. Kennt ihr den schon? http://www.ottosreise.de/start.html

RenArtis

21 November , 2014 at 9:16 pm

Ne! Den kennen wir noch nicht! Erster Eindruck: Wahnsinnig cool!

Nancy

9 Oktober , 2014 at 8:12 pm

Juhu!! Sehr schön! Geniest eure Reise mit Kind. Wir haben die Tour vor einem Jahr mit unserer Tochter gemacht und es war die schönste Reise bislang! :) http://blog.nancy-ebert.de/mit-dem-vw-bulli-durch-cornwall-nancy-auf-reisen Viel, viel Spaß euch Dreien :)

RenArtis

10 Oktober , 2014 at 8:04 pm

Wir haben uns letztens gefragt, wie wir überhaupt auf Cornwall gekommen sind. Jetzt wissen wir's wieder: Durch Deinen Blog! So kamen wir auch auf den Reiseführer! :D Danke für den Tipp! ;)

Guido

9 Oktober , 2014 at 6:55 pm

Die, die nie auch nur ansatzweise ähnliche Reisen gemacht und nullkommanull eigene Erfahrungen haben, wissen natürlich immer am genauesten, wie gefährlich das alles ist und warum das gar nicht geht. Viele Reisen sind auch mit Kind machbar - aber ein paar engere Grenzen zieht man schon, als wenn man ohne Kind reist. Vor allem steigt der Planungsaufwand gerade bei exotischen Ländern. Aber das ist es wert. Man ist da auch kein großer Exot mehr. So einige reisen mittlerweile auch mit kleinen Kindern. Wir sind u.a. mit 6 Monaten mit unserem Kleinen durch Marokko gekurvt, mit 13 Monaten durch Botswana. Er ist jetzt 6 und war x mal in Zimbabwe, Botswana, Namibia, Oman, ... aber auch mehrfach in "normalen" Zielgebieten wie Süditalien. Natürlich gibt es auch mal Tage, bei denen Reisen mit Kind nicht so gut funktioniert. Alles andere wäre schlicht gelogen. Aber ich würde jede Reise sofort wieder machen. Den bislang mit Abstand besten Augenblick meines Lebens habe ich durch Reisen mit Kind erlebt.

RenArtis

10 Oktober , 2014 at 8:40 pm

Hey Guido! Danke für den Zusatz! Und du hast Recht, beim reisen mit Kind nimmt man sich auch gezwungenermaßen viel Zeit für das Kind. Ihr seid durch Marokko? Das bringt uns auf eine neue Idee! :-D

Olja :)

9 Oktober , 2014 at 6:45 pm

:) Cool! :)

RenArtis

10 Oktober , 2014 at 8:35 pm

super cool

Frank

9 Oktober , 2014 at 5:17 pm

Sehr cool! Viel Spaß ihr drei!

RenArtis

10 Oktober , 2014 at 8:45 pm

Den haben wir! ;-)

Join Our Journey

9 Oktober , 2014 at 2:06 pm

Was für ein toller Artikel! Dazu können wir nur sagen: ihr macht alles richtig :) Weiterhin frohes Reisen zu dritt!!!

RenArtis

10 Oktober , 2014 at 8:35 pm

Das beruhigt uns! :-D

Aljona

9 Oktober , 2014 at 2:04 pm

Ich hoffe nicht! Ihr macht das, meiner Meinung nach genau richtig. <3

RenArtis

10 Oktober , 2014 at 8:44 pm

Ok! Und wir dachten schon...

Du hast etwas auf dem Herzen?

Bist du höflich und nett,
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