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Land gewinnen
Indonesien

Land gewinnen

Lange können wir in Singapur nicht bleiben! So sehr uns auch diese stylische, moderne Stadt im Grünen mit ihrer Architektur und dem Lifestyle gefällt. Sie ist und bleibt ein teures Pflaster für normale Backpacker, wie uns. Also fahren wir auf den letzten Drücker wieder zurück zu unserem Lieblingsflughafen und nehmen kurzfristig den Flieger ins nächste Land.

Doch welches Land, fragst du dich? Und wer hat eigentlich behauptet, wir müssten nach 8 Monaten Asien die Schnauze schon voll haben? Es wäre super einfach von einem internationalen Flughafen, wie dem in Singapur, irgendwo weiter weg zu fliegen: Australien, Neuseeland, Taiwan, Korea oder sonst wo hin. Doch wir fliegen nicht weit! Wir bleiben in der Nähe. Sektor Süd-Asien, wir sind lange noch nicht fertig! Es geht noch tiefer in’s Asialand! Indonesien!

Wären da nicht die Asiaten mit ihren kleinen betörenden Schnupperfläschchen, welche sie sich permanent unter die Nase reiben und die Flugkabine mit betörenden Düften füllen, so wäre Artis wohl komplett durchgedreht – Thema Flugangst. Doch als der Flieger wie jedes Mal sicher und sauber den indonesischen Boden berührt und zum Stehen kommt, fällt Artis mal wieder ein Stein vom Herzen und er applaudiert als Einziger dem Piloten für die saubere Landung. (Seit wann klatscht man eigentlich nicht mehr in die Hände? Haben wir etwas Gehöriges verpasst?)

Jedenfalls beginnt ab Medan der alltägliche Reisekampf und manchmal fragen wir uns, wieso wir uns das alles an tun!

An der Gepäckausgabestelle stapeln sich nicht nur die herrenlosen Koffer und tausend Mal verklebten Papp-Kartons, sondern auch die Menschen. Es ist ein heilloses Durcheinander. Als unsere Rucksäcke endlich auf den Schultern hängen, werden wir auch schon von den ersten Taxischleppern belästigt. Alle wollen sie uns für teuer Geld nach B bringen. Doch wir haben kein Cash im neuen Land. Also stellt sich Artis in die ATM-Kabine, hebt ein paar Millionen ab und hört wie Renate vor der Automatentür die gierigen Schlepper von der Geldtransaktion ablenkt. „Wo kommst du her?“ Sie antwortet: „Eisland!“  „Aaah.“, hört man nur verwirrt und schon ist er wieder weg.

Wir verlassen den Flughafen. Wie blöd laufen wir in sengender Mittagshitze quer über den Parkplatz und suchen die Ausfahrt. Dort sollten wir ein Taxi abfangen, das uns nicht übers Ohr haut.

Irgendwann erreichen wir dann den Busbahnhof. Noch ist unsere Stimmungspegel ganz “ok“. Doch lange soll dieser nicht anhalten. Wo ist denn jetzt unser Bus? Wir werden etliche Male hin und her gescheucht. Sie lachen, schreien uns an, sie lachen und zeigen auf den nächsten Bus der sichtlich in eine ganz Andere Richtung fährt. Wir fühlen uns wie Auszubildende am ersten Ausbildungstag. „Hol mal das WLAN- Kabel!“ Oder: „Hol mal an der Werkzeugausgabe  den Eimer Äpfel ab und bring auch noch nen Siemens Lufthaken mit!

Wir fühlen uns ein wenig auf den Schlips getreten. Aus Trotz setzen wir uns erst mal hin. Nichts passiert. Bis wir uns irgendwann zusammen reißen und selbstbewusst in einen gerade abfahrenden Bus einsteigen. Muss schon richtig sein.

25.000 Rupis pro Person!“, so der Busbegleiter. „Was? Bis du denn wahnsinnig?“ Wir ziehen den Taschenrechner und merken, dass der Typ gerade mal 2 € für eine 6-stündige Busfahrt verlangt. „Ist gebongt, Herr Busbegleiter.“ – wir müssen uns wieder an neues Inflationsgeld gewöhnen.

Und schon schießen wir über die Löchrige Straßen und bemerken dass es ist heiß ist. Sau heiß! Wir sind ja auch ganz nahe am Äquator. Die Sonne scheint beinahe senkrecht und die Luft im Bus auch. Durch die kleinen Fensterluken unter der Busdecke strömt bei Fahrt nur ein spärliches,warmes Lüftchen in den vollgestopften Bus. Der Herr hinter uns bringt die warme Luft noch mehr zum Stinken. Der stehende Typ neben uns hebt seine Arme. Bei jedem Stopp streckt uns ein austeigender Passagier seinen geschwitzten Hintern Richtung Gesicht und das Kind vor uns muss brechen. Mit den Tüchern, welche unter der Decke hängen, wird der Schweißt von der Stirn getupft. Doch ja, auch sowas haben wir vor der Reise gewusst! Also Nase zu und durch – 6 knallharte Reisestunden!

Irgendwann werden wir dann bei Einbruch der Dunkelheit raus geschmissen. Wir fühlen uns wie durch den Fleischwolf gezogen. Doch jetzt nur nicht aufgeben! Wir sind am Pier! Und wir haben Glück! Wir sind rechtzeitig zur letzten Fähre angekommen! Besser kann’s doch gar nicht laufen!

Wir gehen an Bord. Außer dem Kapitän, einem französisches Pärchen und ein paar lustiger Indonesier ist sonst keiner um diese Zeit an Bord und vor allem nicht bei dem ungemütlichen Wetter. Wir legen ab und steuern auf eine dicke Gewitterwand zu. Unser Ziel? Ungewiss. Morgen, wenn die Sonne wieder scheint, dann lassen wir uns überraschen!

 

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Lange können wir in Singapur nicht bleiben! So sehr uns auch diese stylische, moderne Stadt im Grünen mit ihrer Architektur und dem Lifestyle gefällt. Sie ist und bleibt ein teures Pflaster für normale Backpacker, wie uns. Also fahren wir auf den letzten Drücker wieder zurück zu unserem Lieblingsflughafen und nehmen kurzfristig den Flieger ins nächste Land.

Doch welches Land, fragst du dich? Und wer hat eigentlich behauptet, wir müssten nach 8 Monaten Asien die Schnauze schon voll haben? Es wäre super einfach von einem internationalen Flughafen, wie dem in Singapur, irgendwo weiter weg zu fliegen: Australien, Neuseeland, Taiwan, Korea oder sonst wo hin. Doch wir fliegen nicht weit! Wir bleiben in der Nähe. Sektor Süd-Asien, wir sind lange noch nicht fertig! Es geht noch tiefer in’s Asialand! Indonesien!

Wären da nicht die Asiaten mit ihren kleinen betörenden Schnupperfläschchen, welche sie sich permanent unter die Nase reiben und die Flugkabine mit betörenden Düften füllen, so wäre Artis wohl komplett durchgedreht – Thema Flugangst. Doch als der Flieger wie jedes Mal sicher und sauber den indonesischen Boden berührt und zum Stehen kommt, fällt Artis mal wieder ein Stein vom Herzen und er applaudiert als Einziger dem Piloten für die saubere Landung. (Seit wann klatscht man eigentlich nicht mehr in die Hände? Haben wir etwas Gehöriges verpasst?)

Jedenfalls beginnt ab Medan der alltägliche Reisekampf und manchmal fragen wir uns, wieso wir uns das alles an tun!

An der Gepäckausgabestelle stapeln sich nicht nur die herrenlosen Koffer und tausend Mal verklebten Papp-Kartons, sondern auch die Menschen. Es ist ein heilloses Durcheinander. Als unsere Rucksäcke endlich auf den Schultern hängen, werden wir auch schon von den ersten Taxischleppern belästigt. Alle wollen sie uns für teuer Geld nach B bringen. Doch wir haben kein Cash im neuen Land. Also stellt sich Artis in die ATM-Kabine, hebt ein paar Millionen ab und hört wie Renate vor der Automatentür die gierigen Schlepper von der Geldtransaktion ablenkt. „Wo kommst du her?“ Sie antwortet: „Eisland!“  „Aaah.“, hört man nur verwirrt und schon ist er wieder weg.

Wir verlassen den Flughafen. Wie blöd laufen wir in sengender Mittagshitze quer über den Parkplatz und suchen die Ausfahrt. Dort sollten wir ein Taxi abfangen, das uns nicht übers Ohr haut.

Irgendwann erreichen wir dann den Busbahnhof. Noch ist unsere Stimmungspegel ganz “ok“. Doch lange soll dieser nicht anhalten. Wo ist denn jetzt unser Bus? Wir werden etliche Male hin und her gescheucht. Sie lachen, schreien uns an, sie lachen und zeigen auf den nächsten Bus der sichtlich in eine ganz Andere Richtung fährt. Wir fühlen uns wie Auszubildende am ersten Ausbildungstag. „Hol mal das WLAN- Kabel!“ Oder: „Hol mal an der Werkzeugausgabe  den Eimer Äpfel ab und bring auch noch nen Siemens Lufthaken mit!

Wir fühlen uns ein wenig auf den Schlips getreten. Aus Trotz setzen wir uns erst mal hin. Nichts passiert. Bis wir uns irgendwann zusammen reißen und selbstbewusst in einen gerade abfahrenden Bus einsteigen. Muss schon richtig sein.

25.000 Rupis pro Person!“, so der Busbegleiter. „Was? Bis du denn wahnsinnig?“ Wir ziehen den Taschenrechner und merken, dass der Typ gerade mal 2 € für eine 6-stündige Busfahrt verlangt. „Ist gebongt, Herr Busbegleiter.“ – wir müssen uns wieder an neues Inflationsgeld gewöhnen.

Und schon schießen wir über die Löchrige Straßen und bemerken dass es ist heiß ist. Sau heiß! Wir sind ja auch ganz nahe am Äquator. Die Sonne scheint beinahe senkrecht und die Luft im Bus auch. Durch die kleinen Fensterluken unter der Busdecke strömt bei Fahrt nur ein spärliches,warmes Lüftchen in den vollgestopften Bus. Der Herr hinter uns bringt die warme Luft noch mehr zum Stinken. Der stehende Typ neben uns hebt seine Arme. Bei jedem Stopp streckt uns ein austeigender Passagier seinen geschwitzten Hintern Richtung Gesicht und das Kind vor uns muss brechen. Mit den Tüchern, welche unter der Decke hängen, wird der Schweißt von der Stirn getupft. Doch ja, auch sowas haben wir vor der Reise gewusst! Also Nase zu und durch – 6 knallharte Reisestunden!

Irgendwann werden wir dann bei Einbruch der Dunkelheit raus geschmissen. Wir fühlen uns wie durch den Fleischwolf gezogen. Doch jetzt nur nicht aufgeben! Wir sind am Pier! Und wir haben Glück! Wir sind rechtzeitig zur letzten Fähre angekommen! Besser kann’s doch gar nicht laufen!

Wir gehen an Bord. Außer dem Kapitän, einem französisches Pärchen und ein paar lustiger Indonesier ist sonst keiner um diese Zeit an Bord und vor allem nicht bei dem ungemütlichen Wetter. Wir legen ab und steuern auf eine dicke Gewitterwand zu. Unser Ziel? Ungewiss. Morgen, wenn die Sonne wieder scheint, dann lassen wir uns überraschen!

 

6 Kommentare

Konrad

27 März , 2013 at 10:32 am

Immer weiter so liebes Backpackerpack :) Reisen ist schließlich kein Urlaub nicht wahr?

RenArtis

27 März , 2013 at 11:35 am

Wahre Worte vom Bürohengst!

Pa-Ma

26 März , 2013 at 7:57 pm

Neues Land- neues Glück... Wir wünschen ES euch!

RenArtis

27 März , 2013 at 11:34 am

Vielen dank! Glück ham wa reichlich und Land gibt's genug! ;-)

Elly

26 März , 2013 at 4:50 pm

Man klatscht nicht mehr bei der Landung, weils als Beleidigung an den Piloten gilt, für den es Selbstverständlich ist, das Flugezeug ohne Probleme zu landen. ;-) Das ist aber eigentlich schon seit JAhren so ;-) Lg und ganz viel Spass euch in Indonesien Elly

Artis Lehn

27 März , 2013 at 11:33 am

Klatsche aus Respekt! Hab's aber noch erlebt, dass man fleißig in die Hände geklatscht hat und das finde ich cool! :-D

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