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Wir können das auch!
China

Wir können das auch!

Haben wir erwähnt, dass die Pechsträhne hier in Qingdao weiter gewachsen ist? 22:06. Der Schnellzug erreicht Qingdao, wir sind erleichtert und müde und wollen so schnell, wie möglich in  das ausgesuchte Hostel. Zu aller erst wird ein Taxi geordert, welches uns natürlich überteuert (NUR WEIL WIR WEIß SIND!!!) zu dem Hostel bringt. Diese haben natürlich nur noch ein Twinroom für 380 Y!!! What? Fast 50€ für ein Zimmer im Hostel? Nix da! Wieso so teuer? Wir haben das online für 160 Y gesehen! „Ja, hier findet ein Bierfestival statt, das hat heute angefangen…“ Na toll! 3 Millionen Besucher werden für die nächsten Tage erwartet und wir geraten mitten hinein! Nur nicht so schnell den Kopf hängen lassen, es gibt sicher noch andere Hostels in der Stadt! Also wieder raus in den Regen und weiter suchen! Schnell wird ein nächstes Hostel an der Straße gesichtet und angepeilt. „Hello? Hostel?“ „Yes, but nur für Chinesen! Nicht für Ausländer!“ What? Das soll mal einer in Deutschland sagen! 😀 Nach einigen missglückten Überredungsversuchen zeigt sie uns den Weg zu einem weitern Hostel. Ca. 500 m weiter auf der linken Seite. Also begeben wir uns in die besagte Richtung. Dort bemerkten zwei chinesischen Damen zwei verschwitze, schwer atmende und scheinbar verlorene Backpacker, die verzweifelt nach einem Bett suchen. Sie erkennen die Not und weisen uns den Weg zum Hostel. Schon mal im Dunkeln, im Regen, schwer beladen, bei 28° C in einem fremden Land, einer unbekannten Stadt, der Sprache nicht mächtig, spontan ein Hostel gesucht? Ist vielleicht lustig, solange das Hostel nicht auf dem höchsten Berg der Stadt in einem Labyrinth von vielen kleinen dunklen Gassen liegt und erst nach ca. 200 Stufen erreichte wird! Krass, waren wir fertig! Noch fertiger wären wir, wenn kein Bett mehr frei gewesen wäre! Über die dreckige Dusche, die noch dreckigeren Toiletten und das in getrennte Zimmer Schlafen konnte man nach dieser Tortur drüber hinwegsehen.

Am nächsten Morgen ging es damit weiter, dass das Frühstück, wie am Abend versprochen, DOCH etwas kostete! ARGH! Und dann noch so überteuert! Wir beschlossen kurzerhand die Stadt zu verlassen und weiterzureisen. Aber auch das sollte nicht sein! Nach 2 Stunden im Bahnhof, einer nur chinesisch redenden Bahnangestellten am Ticketschalter und keinen freien Tickets mehr aus der Stadt raus, begann ich (Renate) das erste Mal zu heulen! Ja, in dieser Hinsicht bin ich echt ein Mädchen! Wir sind etwas aus dem Reiserythmus geraten, doch nach einem dicken Frustessen bei KFC raften wir uns wieder auf und reservierten ein günstiges Zimmer in dem als erstes angepeilten Hostel! Wir haben an diesen 1 1/2 Tagen so einiges gelernt: Mach Dir einen Plan, reserviere Tickets, reserviere ein Zimmer und DANN erst kann es losgehen!Auf jeden Fall haben wir uns schnell wieder aufgerafft und kämpfen weiter gegen die Chinesen! 😉 Wir standen in einem Zwiespalt: In China bleiben, denn das Land ist einfach nur der WAHNSINN, oder China verlassen, denn die Chinesen sind einfach nur KRANK!!! Wir haben beschlossen, tapfer zu bleiben und den erbitterten Kampf bis zum Ablauf des Visums zu kämpfen!Ach ja, wir haben eine neue Strategie entwickelt, um nicht mehr so stark aufzufallen! Aber Vorsicht, dieses sollte nicht JEDER nachahmen, es könnte zu schweren gesundheitlichen Schäden führen! Ein wahrer Chinese kann rotzen, was das Zeug hält. Immer und überall wird der Schleim hochgezogen, sodass es anfängt zu blubbern und aus voller Kehle auf den Boden geschleudert. Je oller, desto doller! Wir wollen uns natürlich dem Land und der Kultur anpassen und versuchten dieses vergeblich nachzuahmen. Unsere Schleimhäute waren furztrocken und es kam einfach nichts raus! Also stellten wir folgenden Plan auf: IN DEUTSCHLAND NICHT NACHAHMEN, DAS IST EKLIG!

1. Man buche ein Zimmer mit Klimaanlage!
2. Man stelle die Klimaanlage auf die höchste Stufe, 16° C!
3. Während das Zimmer sich auf Kühlschranktemperatur runterkühlt geht man möglichst kalt duschen!
4. Nach der Dusche nur dürftig abtrocknen und im Handtuch bekleidet das unterkühlte Zimmer betreten!
5. Die letzten Tropfen auf dem Rücken können durch die kühle Luft der Klimaanlage getrocknet werden!
6. Man trinke ein kühles Bierchen und setze sich direkt in den kalten Luftstrom und denke: Herrlich, draußen so schwül und hier drin so angenehm!
7. Man lege sich bei gleichbleibender Temperatur in’s Bett und vergesse sich zuzudecken!
8. Gute Nacht!Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie „gut“ und „gesund“ wir uns am nächsten Morgen gefühlt haben! Der Hals kratzt, die Nase läuft und die Lymphknoten sind auf Tischtennisballgröße angeschwollen! Na herzlichen Glückwunsch, jetzt können wir rotzen, wie die Chinesen! Okay, Renate fällt noch ein wenig auf, wegen der blonden Haare, aber sonst: Wir passen hier rein!

Warum wir eigentlich nach Qingdao gekommen sind, ist der wunderbar angepriesene Strand! Wir haben zwar Bilder gesehen, dass es hier SO aussehen soll, aber glauben konnten wir das Ganze nicht!Also machten wir uns selber ein Bild von der Lage direkt vor Ort, und siehe da: Das Internet hatte Recht!Was ist hier los, wenn die Sonne scheint??? Ist da noch ein Strand zu erkennen?

Ansonsten ist Qingdao eine recht hübsche Stadt, die jetzt sogar eine Metro bekommt! Hier gibt es einige europäische Gebäude, da u.a. Deutschland hier um 1903 rum geherrscht hat, daher auch das Tsingtao Bier, wofür die Stadt bekannt ist! Trotzdem werden wir jetzt weiterreisen…

Soviel Dazu und verschnupfte Grüße aus Qingdao senden RenArtis! 😉

Wir können das auch!
China

Wir können das auch!

Haben wir erwähnt, dass die Pechsträhne hier in Qingdao weiter gewachsen ist? 22:06. Der Schnellzug erreicht Qingdao, wir sind erleichtert und müde und wollen so schnell, wie möglich in  das ausgesuchte Hostel. Zu aller erst wird ein Taxi geordert, welches uns natürlich überteuert (NUR WEIL WIR WEIß SIND!!!) zu dem Hostel bringt. Diese haben natürlich nur noch ein Twinroom für 380 Y!!! What? Fast 50€ für ein Zimmer im Hostel? Nix da! Wieso so teuer? Wir haben das online für 160 Y gesehen! „Ja, hier findet ein Bierfestival statt, das hat heute angefangen…“ Na toll! 3 Millionen Besucher werden für die nächsten Tage erwartet und wir geraten mitten hinein! Nur nicht so schnell den Kopf hängen lassen, es gibt sicher noch andere Hostels in der Stadt! Also wieder raus in den Regen und weiter suchen! Schnell wird ein nächstes Hostel an der Straße gesichtet und angepeilt. „Hello? Hostel?“ „Yes, but nur für Chinesen! Nicht für Ausländer!“ What? Das soll mal einer in Deutschland sagen! 😀 Nach einigen missglückten Überredungsversuchen zeigt sie uns den Weg zu einem weitern Hostel. Ca. 500 m weiter auf der linken Seite. Also begeben wir uns in die besagte Richtung. Dort bemerkten zwei chinesischen Damen zwei verschwitze, schwer atmende und scheinbar verlorene Backpacker, die verzweifelt nach einem Bett suchen. Sie erkennen die Not und weisen uns den Weg zum Hostel. Schon mal im Dunkeln, im Regen, schwer beladen, bei 28° C in einem fremden Land, einer unbekannten Stadt, der Sprache nicht mächtig, spontan ein Hostel gesucht? Ist vielleicht lustig, solange das Hostel nicht auf dem höchsten Berg der Stadt in einem Labyrinth von vielen kleinen dunklen Gassen liegt und erst nach ca. 200 Stufen erreichte wird! Krass, waren wir fertig! Noch fertiger wären wir, wenn kein Bett mehr frei gewesen wäre! Über die dreckige Dusche, die noch dreckigeren Toiletten und das in getrennte Zimmer Schlafen konnte man nach dieser Tortur drüber hinwegsehen.

Am nächsten Morgen ging es damit weiter, dass das Frühstück, wie am Abend versprochen, DOCH etwas kostete! ARGH! Und dann noch so überteuert! Wir beschlossen kurzerhand die Stadt zu verlassen und weiterzureisen. Aber auch das sollte nicht sein! Nach 2 Stunden im Bahnhof, einer nur chinesisch redenden Bahnangestellten am Ticketschalter und keinen freien Tickets mehr aus der Stadt raus, begann ich (Renate) das erste Mal zu heulen! Ja, in dieser Hinsicht bin ich echt ein Mädchen! Wir sind etwas aus dem Reiserythmus geraten, doch nach einem dicken Frustessen bei KFC raften wir uns wieder auf und reservierten ein günstiges Zimmer in dem als erstes angepeilten Hostel! Wir haben an diesen 1 1/2 Tagen so einiges gelernt: Mach Dir einen Plan, reserviere Tickets, reserviere ein Zimmer und DANN erst kann es losgehen!Auf jeden Fall haben wir uns schnell wieder aufgerafft und kämpfen weiter gegen die Chinesen! 😉 Wir standen in einem Zwiespalt: In China bleiben, denn das Land ist einfach nur der WAHNSINN, oder China verlassen, denn die Chinesen sind einfach nur KRANK!!! Wir haben beschlossen, tapfer zu bleiben und den erbitterten Kampf bis zum Ablauf des Visums zu kämpfen!Ach ja, wir haben eine neue Strategie entwickelt, um nicht mehr so stark aufzufallen! Aber Vorsicht, dieses sollte nicht JEDER nachahmen, es könnte zu schweren gesundheitlichen Schäden führen! Ein wahrer Chinese kann rotzen, was das Zeug hält. Immer und überall wird der Schleim hochgezogen, sodass es anfängt zu blubbern und aus voller Kehle auf den Boden geschleudert. Je oller, desto doller! Wir wollen uns natürlich dem Land und der Kultur anpassen und versuchten dieses vergeblich nachzuahmen. Unsere Schleimhäute waren furztrocken und es kam einfach nichts raus! Also stellten wir folgenden Plan auf: IN DEUTSCHLAND NICHT NACHAHMEN, DAS IST EKLIG!

1. Man buche ein Zimmer mit Klimaanlage!
2. Man stelle die Klimaanlage auf die höchste Stufe, 16° C!
3. Während das Zimmer sich auf Kühlschranktemperatur runterkühlt geht man möglichst kalt duschen!
4. Nach der Dusche nur dürftig abtrocknen und im Handtuch bekleidet das unterkühlte Zimmer betreten!
5. Die letzten Tropfen auf dem Rücken können durch die kühle Luft der Klimaanlage getrocknet werden!
6. Man trinke ein kühles Bierchen und setze sich direkt in den kalten Luftstrom und denke: Herrlich, draußen so schwül und hier drin so angenehm!
7. Man lege sich bei gleichbleibender Temperatur in’s Bett und vergesse sich zuzudecken!
8. Gute Nacht!Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie „gut“ und „gesund“ wir uns am nächsten Morgen gefühlt haben! Der Hals kratzt, die Nase läuft und die Lymphknoten sind auf Tischtennisballgröße angeschwollen! Na herzlichen Glückwunsch, jetzt können wir rotzen, wie die Chinesen! Okay, Renate fällt noch ein wenig auf, wegen der blonden Haare, aber sonst: Wir passen hier rein!

Warum wir eigentlich nach Qingdao gekommen sind, ist der wunderbar angepriesene Strand! Wir haben zwar Bilder gesehen, dass es hier SO aussehen soll, aber glauben konnten wir das Ganze nicht!Also machten wir uns selber ein Bild von der Lage direkt vor Ort, und siehe da: Das Internet hatte Recht!Was ist hier los, wenn die Sonne scheint??? Ist da noch ein Strand zu erkennen?

Ansonsten ist Qingdao eine recht hübsche Stadt, die jetzt sogar eine Metro bekommt! Hier gibt es einige europäische Gebäude, da u.a. Deutschland hier um 1903 rum geherrscht hat, daher auch das Tsingtao Bier, wofür die Stadt bekannt ist! Trotzdem werden wir jetzt weiterreisen…

Soviel Dazu und verschnupfte Grüße aus Qingdao senden RenArtis! 😉

7 Kommentare

Susi & Heini

20 August , 2012 at 7:00 pm

Hey Leute, das ist ja toll was ihr dort alles zu sehen bekommt (... oder auch eklig :-)) Wir hattens gestern in Deutschland sage und schreibe 38°C .. und heute ist`s schwül... find`s total super dass ihr hier die "Langweiler" in Deutschland über Eure aktuellen Aktivitäten so gut auf dem Laufenden haltet... Gott segne Euch .. ich freu mich, dass es Euch gut geht!!

RenArtis

21 August , 2012 at 12:32 am

Ihr süßen Langweiler! ;-) Wie ist bei Euch? Susannchen, was macht Dein neuer Job und Heini, wie ist es so, die Schulbank zu drücken, oder bald erst??? Man, wir freun uns auf die langen Sommerabende, wenn wir wieder da Heim sind! ;-) Und wir hatten hier noch keinen Durchfall vom Essen! Bis jetzt war alles top, aber mal schauen, was da noch so kommt! :-D

Viktor & Jenny

15 August , 2012 at 8:23 pm

Oh mann, das letzte mal krank sein ist doch noch gar nicht so lange her... Gute Besserung und lasst euch nicht unterkriegen! Gott segne euch!

Pa-Ma

14 August , 2012 at 6:41 pm

Hi.Mama erzählte, dass ihr geskypt habt. Jetzt guck ich: da is wat neues! Naja, vielleicht entdeckt ihr irgendwo anderes China. Das war doch mal eine Zivilisation, die die Welt beeinflüsst hat. Wer suchet, der findet. Die biblische Wahrheit hat Bestand. Denken an euch und beten für euch.

RenArtis

15 August , 2012 at 1:53 pm

Danke Papa :-*

Der Konrad

14 August , 2012 at 2:12 pm

... im Geiste leide ich mit Euch! Kopf hoch es wird bestimmt noch lustiger, wenn Ihr Euch dem Süden von China nähert ;-) Einfach jede halbe Stunde etwas wunderbares Essen und das Tsing Tao dazu nicht vergessen. Vollgefressen und angetrunken sind die kleinen wahnsinnigen Genossen nur halb so schlimm. Da spreche ich aus Erfahrung. Und probiert unbedingt Chinesische Medizin in bunten Verpackungen aus. Die sind immer großartig und verdammt wirksam. Rock on liebe Langnasen!

RenArtis

15 August , 2012 at 7:37 am

Yeah 6 Stunden Bumelbahn. Das ist der Wahnsinn! Aber wir sind langsam auf dem weg in den Süden. :-D Na an die Medizin haben wir uns noch nicht rangetraut. Ham genug eigene Tabletten mit. Ansonsten gibts auch noch nen schönes Rezept gegen volle Nase: Feuchte, getragene, und seit einer Woche in der Tasche liegende Socken heraus holen und einmal tief einatmen! ;-) Schön zu wissen das jemand mitfühlen kann.

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